HACKER. HITZE. – Himmel hilf!

Tournus

Do., 16.07.2026. Wir haben einige Anfragen erhalten, ob bei uns alles ok ist. Danke dafür! Ja, uns geht es gut. Wir sind in Tournus auf der Saône, kurz vor Mâcon.

HACKER.

Der gleiche Hacker wie schon im vorigen Jahr hat wieder zugeschlagen und uns über 8.000 Spam-Blogs auf die Seite geschrieben. Damit hat er leider wieder „erfolgreich“ den gesamten Blog gecrashed.

Für eine Problemlösung hat unser Host (DomainFactory) sage und schreibe über 14 Tage gebraucht. Ergebnis unterm Strich: hat alles viel Zeit und Kraft gekostet. Aber, fast alles wieder da. Die WordPress-Applikation (WP), mit der der Blog geschrieben wird, musste neu geladen werden.

In der WP-App sind leider alle, bis auf einen, „PlugIns“ gelöscht. Leider kann man daher im Augenblick keine Bildunterschriften mehr lesen. In der Mediendatenbank sind sie zwar noch vorhanden, jedoch brauchen wir einen Spezialisten, der uns das repariert. Wir arbeiten daran. In der Zwischenzeit versuche ich den Blog, so gut wie es geht, aufzufrischen.

HITZE.

Dazu schreibt die SZ vor zwei Tagen (danke Petra): „Ein Land stöhnt unter der dritten Hitzeglocke des Jahres“. „Man sieht, fühlt und begreift das Ausmaß der Hitzekatastrophe, die Frankreich seit Wochen im Griff hat. Tage und Nächte, deren klimatische Extreme niemand zuvor erlebt hat.“

„Man kann bei Temperaturen um vierzig Grad nahezu alles vergessen. Jede Reise wird zur Mutprobe, touristische Ausflüge verlieren ihren Reiz, und jede Form geistiger oder körperlicher Arbeit muss hinter der Mühe zurückstehen, den eigenen Körper zu kühlen und genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.“ Soweit die SZ.

Auch wir leben seit mittlerweile Anfang Juni mit der Frage, „bleibt das so? Oder macht uns das Klima in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung?“. Noch wollen wir nicht über Abbruch unserer „Mission Mittelmeer“ reden. Noch haben wir die Hoffnung auf etwas bessere Klimabedingungen nicht aufgeben. Allerdings geben unsere Körper leichte Signale auf eine verkürzte Tour. Schauen wir mal.

Geschafft! Wir sind auf der Saône

Cusey – Oisilly – Auxonne

Sa./So., 30./31.05.2026. Mon dieu, tatsächlich der letzte Abschnitt auf dem Canal entre Champagne et Bourgogne. Zwei Etappen. Eine größere am Samstag bis Oisilly und eine super kurze am Sonntag bis Kanalende und weiter auf der Saône bis Auxonne.

Unser diesjähriges Fazit für den Kanal: 228 km, 114 Schleusen, 2 Tunnel. 10 Fahrtage in insgesamt 18 Tagen Reisezeit. Das ist nicht schlecht.

Irgendwie haben wir es in diesem Jahr als etwas anstrengend empfunden. Spätestens seit dem 13.05. in Vitry immer mit der Angst verbunden, der Kanal könnte doch noch, wie im letzten Jahr, gesperrt werden. Die Leichtigkeit und Entdeckungsfreude der 2023er Tour hat sich nicht wiederholt. Oder sind wir einfach nur älter geworden? Es braucht in der Tat etwas Zeit, um in Auxonne kräftig Luft zu holen um uns wieder in eine neue, entspannte Abenteuerlaune zu bringen.

Nun stehen uns Tor und Tür offen für eine Weiterreise in den Süden. Wenn wir wollen, bis ans Mittelmeer.

Eine unvernünftig lange Strecke und ein schöner „Relax-Geburts-Tag“

Langres – Cusey

Do./Fr., 28./29.05.2026. Mit der Tagesstrecke nach Cusey übernehmen wir uns. Vor allem die lange Tunneldurchfahrt macht mir zu schaffen. Der 1888 eröffnete 4,8 km lange Tunnel verbindet die Marne mit der Saône und ist eigentlich problemlos zu durchfahren. Jedoch geht das lange, konzentrierte Stehen (bei < 6km/h sind das 48 Minuten) mir mächtig auf die Gelenke und Füße.

Jetzt, wo wir endlich wieder zu Tal schleusen können, kommen neue Krautabschnitte. Gleich zweimal am Tag muss der Wasserfilter entleert werden. Die Maschine schlägt Alarm.

Todmüde finden wir mit dem Anleger in Cusey ein herrliches Plätzchen und beschließen sofort, der nächste Tag ist ein Faulenzertag!

Passt ja auch gut zu Monikas Geburtstag am Freitag. Es gibt zwar null in der näheren und weiteren Umgebung (kein Bäcker, kein Restaurant – kein Garnichts). Aber das Wetter ist super, wir fühlen uns sauwohl … und um 14 Uhr gibt’s großes „Hafenkino“.

Was wir nicht wußten, Cusey ist der Wendepunkt einer Luxus-Hotel-Barge-Route. Die „PROSPÉRITÉ“ legt an. 39 m lang, 4,90 m breit und bietet Platz für 8 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder. Das Ganze auf „Sterne-Niveau“, inkl. Limo-Service für die Ausflüge. 2026 ist ausgebucht, 2027 kann man eine Tour buchen – zum läppischen Gesamtpreis von $ 84.000 (wenn alle 8 Betten belegt sind). Pro Woche! Bei dem Preis bleibt man wohl gerne „unter sich“! Neugierig?

Während die Gäste am Nachmittag von einem Chauffeur zu einem letzten Ausflug abgeholt werden, muss die Crew den Kahn wenden und fürs Candle-Light-Dinner vorbereitet werden. Die Crew ist freundlich aber schwer beschäftigt und lässt sich, verständlicherweise, auf keinen Schnack ein.

Eine Etappe vor dem Wasserscheitel

Chaumont – Rolampont – Langres

Mo., 25. bis Mi., 27.05.2026. So langsam sehnen wir uns nach dem Ende der „Bergbesteigung“. Der Höhenunterschied vom Marne-Tal beträgt 240 m und wird von 71 Schleusen überwunden. Der Hub liegt i.d.R bei ca. 3,5 m und ist in der Bergfahrt schlecht zu belegen. Poller in den Wänden sind sehr selten. Und ein Aufstieg über eine glitschige, krautbelegte Leiter ist keine Alternative, die wirklich Spaß macht.

Aber egal, mit dem Anleger in Rolampont am Montag können wir langsam mit dem Countdown anfangen (noch 10 Schleusen „montant“). Auch auf dieser Etappe müssen wir wieder ein paar mal den VNF bemühen. Es hält sich jedoch in Grenzen.

Dienstag in Langres gilt unser Aufenthalt dem Auffüllen unserer Vorräte. Der letzte Abschnitt des Kanals hat so gut, wie keine Infrastruktur mehr zu bieten. Langres mit den Bildern von 2023 gibt es hier.

Hochsommer in Chaumont

Chaumont

Do., 21. bis So., 24.05.2026. Vier Tage Sommerurlaub in Chaumont. Zum Einkaufen müssen wir nur eine kurze Strecke um die Ecke. Aber in das kleine, schöne Städtchen gehts in die Anhöhe. Für unsere eBikes kein Problem – nur die Fahrt bei 36 Grad in der Sonne ist dann doch ein wenig anstrengend. Immer schön nach dem Motto „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“.

Am Freitag steht das CNdG (centre national du graphisme), kurz Le Signe, auf dem Programm. Das war 2023 leider geschlossen. Das 2016 eingeweihte Kunstzentrum widmet sich der Begleitung, Entwicklung und Ausstrahlung von Grafikdesign. Le Signe beherbergt eine Sammlung mit Stücken von Henri de Toulouse-Lautrec, Jules Chéret und wurde im Laufe der Ausgaben des internationalen Festivals um einen Bestand von 40.000 zeitgenössischen Plakaten und Objekten bereichert.

Aktuell schließen sich in einer Sonderausstellung „Un Voyage illustré en Ukraine“ Frankreich und die Ukraine zusammen, um die Stimme einer widerstandsfähigen und kreativen ukrainischen Gesellschaft zum Klingen zu bringen.

Der Samstag sorgt für Aufregung im Kanal und zwar in allernächster Nähe. In die Schleuse von Chaumont ist ein Auto unfreiwillig tauchen gegangen. Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Um 14 Uhr war die Schleuse wieder passierbar.

Eigentlich wollten wir am Pfingstsonntag weiter, aber, wir stoßen auf ein Bachkonzert, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. Also verlegen wir unsere Abfahrt kurzerhand auf Pfingstmontag.

Unspektakuläres Gemeinde-Hopping

Saint-Dizier – Joinville – Viéville – Chaumont

So., 17. bis Mi., 20.05.2026. Nach Saint-Dizier ist ein „Gemeinde-Hopping im Dreierschritt“ angesagt. Bei etwas wolkigem Himmel sind die drei Etappen unkompliziert zu bewältigen. Unsere Vorräte sind gut aufgefüllt. Einen naheliegenden Marché müssen wir demnächst nicht ansteuern. Insgesamt legen wir die rund 80 Kilometer samt 33 Schleusen und ein paar Brücken ohne besondere Vorkommnisse zurück.

Technische Defekte an Schleusen und Brücken sind selten, und wenn, ist der VNF stets schnell zur Stelle. In Viéville nehmen wir uns am Dienstag einen Tag Auszeit.

Kaum sind wir am Mittwoch in Chaumont angekommen, legt Petrus den Schalter auf Hochsommer um. Und Sam, der Hafenmeister, erinnert sich an uns (Juni 2023) und freut sich, dass wir wieder bei ihm Halt machen.

Kurzstrecke nach Saint Dizier

Orconte – Saint Dizier

Fr., 15. bis Sa., 16.05.2026. Freitag, eine Ruck-Zuck-Strecke durch mitteldichtes Kraut. 18 km, 8 Schleusen. 10 Uhr los, 14.30 in Dizier angelegt. Plätze sind genug vorhanden, aber wir suchen uns zielsicher den Platz mit einer defekten Versorgungssäule aus. Merken wir aber erst später. Wir verschieben das Umparken auf Samstag.

Dafür Räder runter und auf zu einem der drei Capitainerie-Standorte (im Kino „Cine Quai“, in der gegenüberliegenden Schwimmhalle und im Tourist Office). Die Gemeinde bietet einen 72stündigen Gratisaufenthalt und spendiert auch die Jetons für Strom und Wasser. Noch ein paar kleine Besorgungen und schon der Tag ist vorbei.

Samstag füllen wir unsere 4 x 10 l Benzinkanister bei einer Carrefour-Tanke. Wir haben die 2023er Tour noch im Hinterkopf, dass es ab jetzt keine „Wasser-Tanke“ mehr bis Saint Jean de Losne gibt und man improvisieren muss.

Die entscheidende Etappe beginnt – Der Canal entre Champagne et Bourgogne

Châlons en Champagne – Orconte

So., 10.05. bis Do., 14.05.2026. Châlons ist die liebenswerte Kleinstadt, die wir gut kennen und in der wir uns wieder schnell zurecht finden. Alle notwendigen Einkäufe, u. a. eine neue Gasflasche, können zuverlässig erledigt werden. Leider ist das Wetter überwiegend kühl und regnerisch und lädt nicht wirklich zum Bummeln ein. Im Hafen herrscht ein reger Wechsel der Anleger. 80 Prozent sind, wie wir, auf dem Weg in den Süden.

Wir brechen am Mittwoch in die entscheidende Etappe auf. In Vitry geht es auf den Canal entre Champagne et Bourgogne. Auf halber Strecke nach Saint Dizier machen wir Schluss mit der ersten Strecke. Am Himmelfahrtstag, Donnerstag sind zwar alle Schleusen in Betrieb, aber, es regnet mal wieder in Strömen und wir bleiben einen Tag in der Pampa liegen.

Der 1907 eröffnete Wasserscheiden-Kanal hat eine Länge von 224 km mit 114 Schleusen (71 zu Berg, 43 zu Tal) samt einem 4,8 km langen Tunnel. Dieser Kanal hat uns im vorigen Jahr (u. a.) die Weiterfahrt wg. Niedrigwasser versperrt.

Mit nur 11 Fahrtagen in knapp einem Monat – wieder in Châlons en Champagne

Sillery – Châlons en Champagne

Fr., 08. bis Sa., 09.05.2026. Freitag ist Bummel- und Mini-Ausflugstag in Sillery. Wir fahren mit dem Rad in die kleine, 4 km entfernte Nachbargemeinde Prunay. Der Ort fungiert auch als Bahnstation für Sillery mit einer TER Verbindung (entspricht unserem RE) von Reims nach Dijon. Der Ort wirkt absolut verschlafen. Alle Läden sind dicht. Wir sehen, wie in den Vorgärten gewerkelt oder mit Hund und/oder mit Kind und Kegel spazieren gegangen wird. Kein Wunder, heute ist der 8. Mai, Nationalfeiertag.

Am Samstag starten wir (für unsere Verhältnisse) früh um 9 Uhr. Wir wollen in einem Schlag nach Châlons. Bei sommerlichem Wetter kommen wir gut voran. Ein vor uns fahrender Frachter hält ordentlich Tempo. Er füllt die Schleusenkammern bis auf den letzten Meter und fährt somit stets alleine ein. Durch sein Tempo können wir uns zügig seinem Takt anschließen. Selbst im langen Tunnel (Souterrain du Mont de Billy) mit seinen 2,3 km, bekommen wir bereits 15 Minuten nach ihm grünes Licht zum Einfahren.

Auch für ein „Doppel Rot“ an einer Schleuse ist nach Telefonat ziemlich schnell ein VNF Service zur Stelle. Gegen 17 Uhr sind wir in Châlons und finden im gut besuchten „Relais Nautique de l’Anse du Jard“ einen Anlegeplatz.

Im Hafen treffen wir erstmals auf weitere deutsche Boote. Vorherrschendes Thema beim Anleger Schnack: „wohin wollt ihr fahren … und vor allem wie?“. Verbunden mit einstimmigem Wehklagen ob der Nutzungsmöglichkeiten französischer Wasserwege.

Ein erstes Fazit für 2026: Wir sind heute genau an der Stelle, wo es im vergangenen Jahr nicht weiterging und wir frustriert den Rückweg einschlagen mussten!

Doch in diesem Jahr sind wir fast zwei Monate früher hier. Bisher halten sich die Sperrungen (vorrangig durch zu niedrige Wasserspiegel oder defekte Schleusen) mit der einen Vollsperrung im Canal de la Meuse (noch) in Grenzen. Mal sehen, wie es weitergeht.

Kleiner Hinweis an unsere Blog-Leser:innen, die uns an Bord besuchen möchten: eine gute Bahnverbindung aus D ist jetzt wahrscheinlich erst wieder Dijon, welches wir ca. Mitte Juni erreichen werden – wenn alles gutgeht!

Die Reims-Enttäuschung

Rethel – Cormicy – Sillery

Di., 05.05. bis Do., 07.05.2026. Von Rethel bis zum Ende des Ardennenkanals bei Berry-au-Bac wird die zweite Teilstrecke im „Kraut“ durchquert. Es ist jedoch schon deutlich weniger als von Le Chesne nach Rethel. Nur einmal säubern wir heute prophylaktisch den Wasserfilter.

Das Wetter zeigt sich kalt und grau in grau bei leichtem Nieselregen. Auf der Strecke ist absolut nichts los. Auf dem Canal de l’Aisne à la Marne ist nach der 4. Schleuse Schluss mit dem Fahrtag. Nun ist es ja auch nur noch ein Katzensprung nach Reims (16 km, 6 Schleusen). Wir freuen uns auf ein paar Tage in Reims.

Mittwoch geht es unter dunklen Wolken auf die kurze Strecke – aber unsere Enttäuschung ist riesengroß: Nix mit Reims! Der neue Anleger ist, aus unserer Sicht, seit einem Jahr nicht weitergekommen – also nicht fertig! Die dahinter liegenden Möglichkeiten sind fast voll belegt und haben obendrein weder Strom noch Wasser. Die Alternative heisst, wie im Vorjahr, Sillery (10 km und 4 Schleusen entfernt).

Sillery ist uns durchaus sympathisch. Die kleine 1800 Einwohner zählende Gemeinde hat einen gut sortierten Intermarchè, einen tollen Bäcker und sogar (noch) einen Drogenhändler. Mal gut, dass wir in Reims schon viele schöne Tage verbracht haben. So werden wir es diesmal auslassen.

Zwei Tourtage und ein Regentag in Rethel

Le Chesne – Attigny – Rethel

Sa., 02. bis Mo., 04.05.2026. Am Samstag starten alle vier Anleger in Le Chesne mit dem Ziel Attigny. Die beiden ersten wollen anscheinend alleine schleusen und brausen davon. Wir fahren als Dritte, hinter uns das dänische Segelboot. Mit diesem werden wir später auf der kompletten Treppe angenehm zusammen schleusen.

Die Treppen sind talwärts, mit jeweils ca. 3 m Hub, also leicht zu bewältigen. Nur die technischen Störungen sind dieses Jahr ungewöhnlich hoch. Dreimal muss der VNF Service telefonisch aktiviert werden (zweimal sogar bei nicht aufgehenden Toren unten in der Schleusenkammer). In Attigny ist unsere Vierergruppe wieder komplett. Für die schmalen 18 km brauchen wir wieder über 7 Stunden.

Am Sonntag geht es gleich weiter. Wir starten als Letzte mit einstündigem Abstand gegen 14 Uhr. Die vier Schleusen heute sind kein Thema. Diesmal ist es „das Kraut“. Vor Schleuse drei liegt der ukrainische Segler fahruntüchtig im Kanal. Wir nehmen ihn in Schlepptau und setzen ihn zum Entfernen der festgefahrenen Schlingen hinter der Schleuse ab. Weitere Hilfe lehnt er dankend ab.

Hinter Schleuse vier liegt mit dem gleichen Problem nun auch der dänische Segler fest. Auch er verzichtet auf weitere Hilfe. Er schafft es mit eigener Kraft rund zwei Stunden später ebenfalls nach Rethel. Das ukrainische Pärchen sehen wir erst am Montag wieder.

Das Wetter kippt gewaltig. Anhaltender Regen und Temperatursturz von zuletzt 30 Grad auf 19 Grad. Während die anderen drei am Montag weiterfahren, legen wir wieder einen Einkaufs- und Ruhetag ein.

Die erste Routenänderung ist da. Wir müssen über den Canal des Ardennes (quasi die halbe 2023 Tour als „2.0“-Variante)

Charleville-Mézières – Pont à Bar – Le Chesne

Di., 28.04. bis Fr., 01.05.2026. Aufbruch in Charleville gegen halb zehn, Tankstopp in Pont à Bar um halb eins. Nach der Mittagspause kümmern sich gleich Bénédicte und Cedric um uns. Wir bekommen 164 l Diesel für einen wieder vollen Tank und eine eindringliche Empfehlung, warum wir nicht den Canal de la Meuse ansteuern sollten – die Sperre um Commercy (Niedrigwasser) wird wohl nicht so schnell wieder aufgehoben werden. Also, das Risiko, hängen zu bleiben, ist viel zu groß!

Plan B tritt in Kraft: über den Canal des Ardennes nach Reims und dann Hoffen auf einen offenen Canal entre Champagne et Bourgogne bis zur Saône!

Die Tagesetappe endet mit einem freien Anleger in Le Chesne. Diesen wunderbaren, kleinen Ort, wo man alles direkt vor der Bootstür hat (Boulangerie & Carfour Express. Nur Zigaretten, die gibt es nun hier im Ort auch nicht mehr!).

Für die nächste Etappe (Attigny) muss die vor uns liegende Schleusentreppe überwunden werden (wer noch mal die Details von 2023 lesen möchte, kann hier klicken). Mittwoch und Donnerstag sind Trödeltage.

Freitag, 1. Mai, sind alle Schleusen dicht. Es herrscht Kaiserwetter – wir machen einen Ausflug zum Lac de Bairon. Der See, der ursprünglich als Speicher für den Ardennenkanal angelegt wurde, ist mit der Blauen Flagge für hohe Wasserqualität ausgezeichnet.

Zum Wochenende nach Charleville-Mézières

Dinant – Fumay – Charleville-Mézières

Do, 23. bis Mo., 27.04.2026. Am Donnerstag geht es in Givet über die Grenze. Schön, wieder in Frankreich zu sein.

Endlich kann die neue VNF „NAVI“-App (Beta-Version für iPhone und iPad) vollumfänglich getestet werden. Nicht nur die Tourenplanung ist super. Die sehr detaillierten Angaben zu Schleusen, Streckenabschnitten sowie -sperrungen können frankreichweit aufgerufen werden. Leider läuft die App noch sehr instabil. Abstürze lassen sich nur mit „App löschen“ und „Neuinstallation“ beheben. Anyway, man kann sich heute schon auf die endgültige Freigabe der App freuen.

Die Etappe bis Fumay verläuft ohne Komplikationen. Das sonnige Wetter hält an, die Strecke ist null frequentiert.

Das Gleiche am Freitag. Wir starten gegen 9 Uhr und legen kurz nach 16 Uhr am letzten freien Aussenplatz in Charleville an. Der Samstag ist – fast wie zuhause – obligatorisch unser Einkaufstag für die folgende Woche. Sonntag heißt lange schlafen, gut frühstücken und eine Runde Ausflug.

Eigentlich wollten wir ja Montag nach Pont à Bar. Aber, wir sehen es auch hier mit den Schiffsbewegungen im Hafen: Montag ist Wechseltag für die Charterboote aus der Station. Wir entscheiden uns spontan für einen weiteren Ruhetag. Dienstag nach Pont à Bar reicht vollkommen.

Kleine Pause in Dinant

Dinant

Di., 21. bis Mi., 22.04.2026. Zwei kleine Ruhetage in Dinant tun uns gut. Wir füllen unsere Vorräte im nahe gelegenen Delhaize Supermarkt. Hier bekommen wir alles, was wir brauchen. Dinant ist noch deutlich in der Vorsaison. Die Anleger verwaist, die Touristengruppen laufen (noch) sehr vereinzelt über die Croisette.

Am Mittwoch geht es mit den Räder durch die Stadt. Sehr viel Neues entdecken wir dabei nicht. Wir waren schon zu oft hier.