Lyon
Di./Mi., 28./29.07.2026. Wir müssen uns entscheiden, was wir in den beiden verbleibenden Tagen noch sehen bzw. erleben wollen. Auf jeden Fall noch einmal zu Fuß durch die Stadt und mit der Funiculaire auf den Fourvière.
Was hat denn Lyon, was andere Städte nicht haben? Na, zum Beispiel die Cuisine lyonnaise, die Lyoner Küche. Etwas abseits von ihrem Jahrhundertkoch Paul Bocuse, 1896 nahe Lyon geboren und 2018 dort auch verstorben, setzt die Lyoner Küche auf hochwertige, frische regionale Produkte, die nach einfachen, aber dennoch raffinierten Rezepten zubereitet werden. Auf 19 Sterne-Köche in und um Lyon wird gerne verwiesen. Allerdings liegt uns das „Fine Dining“ nicht so.
Anders die Bouchons: Die guten Gasthäuser Lyons, die den „Mères Lyonnaises“ (Mütter von Lyon), den ersten Köchinnen im 18. Jahrhundert, die keine klassische Kochausbildung abschlossen hatten, zugeschrieben werden . Sie standen im Dienste großer Familien der Bourgeoisie, bevor sie sich selbständig machten und kleine Gasthäuser betrieben. Einfache Küche gepaart mit Rezepten der Bourgeoisie haben der Lyoner Küche zu ihrem Ruhm verholfen. Heute ist es dieses Know-how und das Miteinander, das die Bouchons ausmacht.
Bei der Vielfalt der Bouchons in Lyon müssen wir entweder auf gut Glück eines auswählen oder ich frage mal unseren Hafenmeister Stéphane, ob er uns ein gutes empfehlen könnte. Konnte er, und wir haben es genossen (siehe Bilder)!
Vieles über Lyon kann man nur anreißen.
Les Traboules, Lyons geheimes Netz. Versteckte Gänge und Passagen, die es erlauben, manchmal lange Strecken abseits der Straße zurücklegen zu können. Dabei spaziert man durch Hausflure, durch Innenhöfe und Treppenhäuser, die alle miteinander verbunden sind. Man sagt, es gäbe 400-500 von ihnen. Eine konnten wir uns ansehen, die anderen müssen warten.
Trompe L’Œil, Wandmalereien, eine echte Besonderheit und mittlerweile schon eine Tradition in Lyon: Überall in der Stadt zu finden. Dadurch sind nicht nur die grauen Fassaden aus Lyon verschwunden, sondern es gibt mittlerweile unzählige große öffentliche Kunstwerke zum Anschauen. Sozusagen eine Art Mega-Streetart. Auch hier lohnt sich ein erneuter Besuch.
Eines durften wir auf jeden Fall mitnehmen, Lyon ist eine Reise wert. Und wir nehmen uns fest vor, diese sympathische Metropole noch einmal (mit oder ohne Boot) zu besuchen.












































































































































































































































































