Nun doch, unsere Pläne ändern sich drastisch

Schwebsange (L) – Metz (F)

Do., wir verlassen das Dreiländereck an der ersten französischen Schleuse Apach. Direkt nach Schengen geht es jetzt in Frankreich auf der Moselle weiter.

Frohen Mutes (und völlig blauäugig) fahren wir die ersten französischen Schleusen an. Die UKW-Gespräche sind eine kleine Katastrophe, da meine Französischkenntnisse mittlerweile unterirdisch sind. Aber irgendwie geht es dank Übersetzungsapp auf dem Smartphone.

Die richtig schlechten Nachrichten gab es dann im Oberwasser der Schleuse in Thionville, im Touristen-Büro für die Vignette. Erstens können wir nicht über Frankreich nach Belgien fahren (Teilabschnitte um Verdun haben Wassermangel) und die zweite schlechte Nachricht ist die geplante Sperrung aller Moselschleusen bis Koblenz vom 20.09.20 bis zum 01.10.20.

D. h., wir nehmen nur eine 7-Tage-Vignette für 67,60 € für Frankreich. Das reicht für einen ausgiebigen Besuch von Metz. Dann müssen wir zügig nach Deutschland zurück, um vor dem 20.09. in Koblenz zu sein. Das verlangt nach einem gutem Timing!

Ausflug nach Schengen

Schwebsange/Schengen

Mi., vom Yachthafen Schwebsange sind es nur 4 Kilometer bis Schengen und da Schengen nicht wirklich einen Bootsanleger hat, nehmen wir die Räder.

Das berühmte (und zugleich unbekannte) Schengen liegt am südlichsten Zipfel der Luxemburger Weinstraße am Ufer der Mosel. Vis-à-vis vom deutschen Winzerort Perl. In der Nachbarschaft vom französischen Apach. Genau dort, wo das Saarland, Lothringen und Luxemburg das Dreiländereck bilden.

Am 14. Juni 1985 wurde das Schengener Abkommen unterzeichnet, das den schrittweisen Abbau der Personenkontrollen an den gemeinsamen Grenzen vorsah. Zehn Jahre später trat es in Kraft.

Schauplatz des historischen Akts war ein Fahrgastschiff der Luxemburger Moselflotte. Die elegante „MS Princesse Marie-Astrid”, benannt nach der Schwester von Großherzog Henri. An Bord trafen sich die Vertreter Frankreichs, Deutschlands und der drei Beneluxstaaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg). Um die Verträge bei einer schlichten Zeremonie zu signieren und darauf mit Moselwein vom Schengener Markusberg anzustoßen.

Schengen ist zwar immer noch ein Dorf. Doch am Ufer erinnern immerhin das Europäische Museum und das Europadenkmal an den historischen Akt. Auch das Tourist-Office, ein Gebäude in Form eines Schiffes, wurde am einstigen Ankerplatz der „Princesse Marie-Astrid” untergebracht. 

Unseren Ausflug lassen wir mit einem kleinen Geburtstagsessen in der „Brasserie du Port“ im Hafen von Schwebsange ausklingen.

39 km Luxemburg

Trier Monaise – Schwebsange (L)

Mo./Di. nach einem Trödeltag in Monaise starten wir nun endlich nach Luxemburg. Die Mosel ist einer der größten Flüsse in Luxemburg. Auf einer Strecke von 39 Kilometern bildet sie die natürliche Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland.

„D’Musel“, wie die Bewohner die Mosel liebevoll nennen, hat in Luxemburg ein wunderschönes Tal gegraben. Die Region ist insbesondere für ihre Weinberge und ihre mittelalterlichen Städte bekannt.

Ein Highlight der Region, der Crémant de Luxembourg. Ein Qualitätsschaumwein auf höchstem Niveau. Seit 1991 darf der Name « Crémant » verwendet werden. Grundlage sind gesunde, aromatische Trauben mit einer erfrischenden Säure, begünstigt durch die geografische Lage des Luxemburger Weinbaugebiets.

An den sehr touristisch ausgelegten Orten wie Grevenmacher und Remich fahren wir ohne Halt vorbei. Unser Ziel ist Schwebsange mit dem nahen Schengen – und dem „Dreiländereck“, Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

Tanken? Nur mit Umweg über Schweich

Saarburg – Schweich – Trier-Monaise

So., eigentlich wollten wir die 10 km bis zur Saarmündung zurück und dann die Mosel 38 km bergauf nach Schwebsange, Luxemburg. Aber, erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

Auf telefonische Nachfrage erfahren wir, dass die Tanke in Schwebsange für eine längere Reparatur geschlossen bleibt. Gab es schon auf der Saar keine Wassertankstelle, müssen wir jetzt auf der Mosel bis Schweich zurück. Also, durch die Schleuse Trier und an Trier vorbei.

In Schweich die nächste Überraschung: Tanken nur mit Barzahlung! Im Restaurant zum Fährhaus bietet uns Lisa Kreusch (Chefin des Hafens und der Linssenvertretung in Schweich) an, mich schnell zur nächsten Bankfiliale zu bringen. Sehr nett von ihr. Es reicht nach dem Tanken noch für Eis, Kaffee und Kuchen und einen kleinen Schnack auf der Hafenterrasse. Dann geht es wieder zurück.

An der Schleuse Trier werden unsere Nerven noch auf ihre Belastbarkeit getestet. Eine knappe Stunde Wartezeit (ohne Anlegemöglichkeit) bei offener Schleuse und rotem Einfahrlicht. Außer uns weit und breit kein anderes Schiff unterwegs. Auf UKW-Anruf wird nicht geantwortet. Zum Glück ist Trier die ganz große Ausnahme. Auf Mosel und Saar haben wir sonst nur sehr gute Erfahrungen gemacht!

Unser Sonntags-Tank-Ausflug endet nach insgesamt 50 km Fahrstrecke gegen 19.30 in Trier-Monaise. Der uns gut bekannte Hafen hat noch Gastliegerplätze frei.

Malerisches Saarburg

Saarburg

Sa., Saarburg wurde 964 von Graf Siegfried von Luxemburg mit dem Bau der Burg hoch über der Saar gegründet. 1705 wurde sie von französischen Truppen gesprengt. Nur Teile des dreigeschossigen Turms sind bis heute erhalten geblieben. Die historische Bausubstanz der Altstadt ist dagegen außergewöhnlich. Gediegene Fachwerk-, Fischer- und schöne Bürgerhäuser prägen den malerischen Charakter.

Gleich zwei Aussichtspunkte ziehen uns magisch an. Wir starten per Sesselbahn zum Warsberg. Der Ausblick ist fantastisch. Weit über der Saar lässt sich ihr Verlauf in beide Richtungen hervorragend verfolgen. Das Wetter bleibt freundlich und stabil. Unseren Rundgang beenden wir mit dem Aufstieg zur Burg. Hier, dicht an der Saar, bieten sich noch weitere tolle Aussichten an. Saarburg, ein wirklich schöner kleiner Ort.

Zurück auf der Saar

Merzig – Saarburg

Mi. bis Fr., die Rückfahrt am Mittwoch nach Merzig verlief problemlos und pünktlich. Allerdings spürt man die lange Bahnfahrt dann doch ein bisschen in den Knochen. Donnerstag wird der Keller neu aufgefüllt. Für die Einkaufsfahrt können wir den „Hafen-Service-PKW“ benutzen. Sehr praktisch. Den Rest des Tages ist Putzen angesagt. Vier Wochen ungestörter „Vogelbesuch“ hinterläßt Spuren.

Freitag brechen wir wieder auf. Erst einmal zurück Richtung Mosel. 35 km, zwei Schleusen, bis Saarburg. Die kleine, mittelalterliche Stadt war uns schon auf der Hinfahrt aufgefallen.

Tourpause in Merzig/Berlin

Saarlouis – Merzig (– Berlin)

Mi./Do., am Mittwoch fahren wir das kurze Stück von Saarlouis nach Merzig, wo wir mit dem Hafenmeister verabredet sind und er uns in eine „4-Wochen-Park-Box“ einweisen will. Wir müssen uns in eine (für uns) sehr kleine reinquetschen. Der Nachbar, wenn er denn in den 4 Wochen fahren will, hat es auch nicht einfach, rein- und rauszukommen.

Am Donnerstag sind wir fast abreisefertig, da gibt es die Info, dass sich der Nachbar zwischenzeitlich beschwert hat. Also auf den letzten Drücker umparken. Die nächste Zuweisung ist auch nicht viel besser, aber jetzt ist es uns egal, wir müssen zum Zug.

Per Taxi geht es zum Bahnhof Merzig. Abfahrt 13.10 Uhr. Regio bis Mannheim, dann mit dem ICE nach Berlin, 20.22 Uhr Südkreuz. Einen Teil der Strecke fährt der Regio dicht an der Saar. Schön, die Saar mal vom Zug aus zu sehen. Mit 71 Minuten Verspätung treffen wir in Berlin ein. Ist halt doch eine lange Strecke.

Pause bis zum 26.08., dann gehen wir wieder an Bord.

Der Stadtanleger in Saarbrücken ist eindeutig zu laut

Saarbrücken – Saarlouis

Di., Saarbrücken hat wirklich nette Ecken, aber … der Anleger direkt neben der A620 lässt uns unausgeschlafen und vom Lärm genervt in den Tag starten. Ein Umzug zum etwas ausserhalb liegenden Yachthafen MBC Saar lohnt sich leider nicht mehr.

Also starten wir noch zu einem ausgedehnten Stadtrundgang auf der rechten Saarseite und beschließen, am Nachmittag nach Saarlouis zurückzufahren.

Das Nauwieser Viertel liegt im Zentrum Saarbrückens nördlich des alten Stadtzentrums von St. Johann. Alte und marode Bausubstanz ist mittlerweile umfangreich saniert worden. Es konnte sich in den letzten Jahren eine eigene Kneipen- und Ausgehkultur entwickeln, welche auch über die Stadtgrenzen Saarbrückens bekannt ist. Vielerorts bezeichnet man das Nauwieser Viertel schon als das „kulturelle Herz“ der Landeshauptstadt. Die Szene reicht von exquisiten Restaurants bis hin zu genossenschaftlichen Kultur- und Werkhöfen.

Nach dem Spaziergang samt Mittagstisch in einem Biomarkt brechen wir von Saarbrücken zurück nach Saarlouis auf.

Letztes Ziel auf der Saar, Saarbrücken

Völklingen – Saarbrücken

Mo., nach etwa zwei Stunden erreichen wir unseren „Wendepunkt“, Saarbrücken. Die Sonne brennt, es wird wieder ein Tropentag.

Saarbrücken ist Zentrum und Regiopole eines Ballungsraumes, der sich über die saarländisch-lothringische Grenze hinaus erstreckt. Die heutige Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt (180.000 Einw.) entstand im Jahr 1909 aus dem Zusammenschluss der drei bis dahin selbständigen Städte Saarbrücken (Stadterhebung 1322), St. Johann a. d. Saar (Stadterhebung 1322) und Malstatt-Burbach (Stadterhebung 1874).

Wenn man schnell und bequem die Stadt besichtigen möchte, bietet sich einer der zahlreichen Stadtanleger an (wenn man denn einen freien findet)! Am letzten Ende, direkt gegenüber vom Landtag, ist gerade noch ein Platz für uns frei. Zwar nach dem Schild und ohne ausreichende Festmachermöglichkeiten, aber immerhin. Die ebenfalls direkt gegenüberliegende Stadtautobahn (A 620) nehmen wir zwar zur Kenntnis – ihre unangenehme Auswirkung „offenbart“ sich dann aber in den Abend- und Nachtstunden.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Völklingen

So., das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist eine von derzeit 46 Welterbestätten der UNESCO in Deutschland. In seiner Bedeutung steht es gleichberechtigt neben den ägyptischen Pyramiden, der Großen Mauer Chinas, dem Kölner Dom oder dem Great Barrier Reef in Australien.

Der Besuch der Hütte ist ein kleines Abenteuer: tief hinein geht es in die dunklen Gänge der Möllerhalle, hoch hinauf führt der Anstieg in luftige Höhe auf die Aussichtsplattform am Hochofen. Die Multimedia-Einführung im Hütten-Kino in der Sinteranlage schickt uns auf eine Zeitreise von den Anfängen der Völklinger Hütte bis in die Gegenwart im 21. Jahrhundert. 

Vom Dach der Erzhalle öffnet sich der Blick über die Stadt Völklingen und das aktive Werk der Saarstahl AG. An der Granulieranlage kommt, wie gerufen, ein Picknickplatz. Dann geht es zum Aufstieg zur Gichtbühne in 27 Metern Höhe. Hier wurden die Rohstoffe in die Hochöfen gefüllt. Wir erklimmen die Aussichtsplattform der Hochofengruppe. Es bietet sich ein unvergleichlicher Rundblick.

Auch das Ausstellungskonzept funktioniert. Von temporären Ausstellungen bis übers Gelände verteilte Urban Art gibt es einiges zu entdecken. Etwas fußlahm verlassen wir nach fünf Stunden das Gelände.

Völklingen

Saarlouis – Völklingen

Fr., damit uns die Zeit nicht zu knapp wird (bis wir wieder in Merzig sein müssen), fahren wir mittags bereits weiter nach Völklingen. Ebenfalls ein Katzensprung.

Auf der Saar ist absolut nichts los. Wir fragen uns, ob es hier immer so ruhig und verkehrsarm zugeht oder dies dem Coronajahr geschuldet ist.

Völklingen ist eine Mittelstadt mit ca. 40.000 Einwohnern. Sie ist nach Saarbrücken die zweitgrößte Stadt im Regionalverband Saarbrücken und gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Stadt des Saarlandes. Die Stadt war und ist stark durch die Montanindustrie geprägt. Absolutes Highlight ist das „Weltkulturerbe Völklinger Hütte“. Ein 1873 gegründetes ehemaliges Eisenwerk, das 1986 stillgelegt wurde. 1994 erhob die UNESCO die Roheisenerzeugung der Völklinger Hütte als Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit. Wir werden sie am Sonntag besichtigen.

Ein Sportbootanleger direkt an der Völklinger Hütte hält genau noch einen Liegeplatz für uns bereit. Obwohl für Touristen angelegt, sind wir die einzigen Ortsfremden, die hier aktuell liegen. Warum das so ist, beantwortet ein Nachbarn mit „fragen sie bloß nicht, alles sehr umstritten hier!“. Also, wir sind zufrieden mit unserem Platz. Steg kostenlos, Wasser und Strom mit Automaten.

Ein kurzer Spaziergang bringt uns unvermittelt zum Biergarten des Café Umwalzer der Hütte. Wir erleben (free open air) ein Konzert einer freitaglichen „Hütten-Jazz“-Veranstaltung. „Tele-Port“, eine Formation aus dem russischen Saxofonisten Zehnya Strigalev und den luxemburgischen Musikern Jérome Klein (Keyboard), Pol Belardi (Bass) und Jeff Herr (Schlagzeug). Ihre Musik bezeichnen sie als „modernen Jazz“. War gut besucht und hat Spaß gemacht. Endlich mal wieder ein Konzert!

Von Merzig nach Saarlouis

Merzig – Saarlouis

Do. in Merzig haben wir mit dem Hafenmeister für unsere „Auszeit“ alles klargemacht. Jetzt können wir uns noch eine gute Woche Richtung Saarbrücken die Saar anschauen. Geplant sind Stopps in Saarlouis, Völklingen und Saarbrücken.

Drei Ministrecken, insgesamt noch drei Schleusen, dann sind wir am Wendepunkt. Heute machen wir in Saarlouis Station. Die kurze Fahrt ist schnell gemacht und wir finden direkt in der Stadtmitte von Saarlouis einen kostenlosen Sportbootanleger, allerdings ohne Strom und Wasser. Wir sind die einzigen, die davon Gebrauch machen.

Das frühe Eintreffen gibt uns ausreichend Zeit, uns die kleine Stadt (knapp 35.000 Einw.) anzusehen. Vom Anleger fallen wir fast direkt in den Stadtpark, der in und um die ehemalige spektakuläre Festung der Stadt angelegt ist. Sie bestimmt auch heute noch den sechseckigen Grundriss der Innenstadt. Diese hat einige (wenige) schöne Ecken, ist aber leider auch von einem schrecklichen Wirrwarr von Bauten der 50er, 60er und 70er und späterer Jahre verunstaltet.

Der Rundgang führt auch durch die Altstadt, in der sich Cafés, Restaurants und Bars aneinanderreihen. Unsere Wahl fällt auf die Lokale in den Kasematten. Die Kasematten wurden im Zuge der Erweiterung der Festungsanlagen in den Jahren 1824 bis 1829 von den Preußen im Bereich des Hauptwalles als bombensichere Verteidigungsanlagen gebaut. In einer Pinseria können wir noch für den Abend einen Tisch im Außenbereich reservieren. Es wird sich als gute Wahl erweisen – die Pinsa ist vorzüglich.

Von der Mosel auf die Saar

Trier Monaise – Mertzig

Di,. nach einem verbummelten Tag in Monaise starten wir zur nächsten Etappe. Von Monaise bis zur Mündung der Saar bei Konz in die Mosel sind es nur knapp drei Kilometer.

Die untere Saar ist wunderschön. Eingebettet in dicht bewaldete Hänge. Die Weinhänge werden deutlich weniger. Nur etwa die Hälfte der Anbaufläche wird heute noch bewirtschaftet.

Der Saarwein, überwiegend Rieslingweine, wird auf insgesamt 1.480 ha, vielfach auch in Steillagen mit bis zu 55 Grad Neigung, angebaut. Neben den klimatischen Bedingungen verleiht vor allem der blaue Devon-Schiefer, auf dem die Reben wachsen, dem Saarwein seine unverwechselbare Eigenart. Fachleute zählen die hier erzeugten Rieslingweine zu den größten Weißweinen der Welt. Daneben werden u. a. die Rebsorten Blauer Spätburgunder, Dornfelder, Grauer Burgunder, Kerner, Rivaner und Weißer Burgunder angebaut.

Benutzung der Saarschleusen: Im Gegensatz zu den Moselschleusen, haben die „kleinen“ Kammern, die sogenannten Penichenschleusen, ausreichend Platz (40 m Länge, 6,75 m Breite). Und, sie werden elektrisch betrieben. Das ist für uns sehr komfortabel, da wir abwechselnd in eine von beiden, ohne lange Wartezeit, eingewiesen werden können.

Nach 45 km und drei Schleusen landen wir in Merzig. Hier soll dann auch unsere Kato 2 ab nächsten Mittwoch vier Wochen „Tourpause“ machen.

Die Sonntagsfrage: Karl oder noch mehr Römer?

Trier Monaise

So., für unseren zweiten Trier-Tag entscheiden wir uns für den bekanntesten Sohn der Stadt, Karl Marx. Wir gehen zur Brückenstr. 10, seinem Geburtshaus.

1968 wurde das Haus in die Friedrich-Ebert-Stiftung eingegliedert und am 5. Mai 1968 durch Willy Brandt neu eröffnet. Am 14. März 1983 (dem 100. Todestag) öffnete das Museum nach einjähriger Umbau- und Renovierungsarbeit, auf allen drei Etagen neugestaltet, wieder seine Pforten. 2005 erhielt das Haus eine von Grund auf neu konzipierte Ausstellung. Sie berücksichtigt nun auch die Geschichte des Kommunismus in der Sowjetunion, im übrigen Ostblock sowie in China und widmet sich verstärkt der Wirkungsgeschichte von Marx.

Das Karl-Marx-Haus hat jährlich rund 32.000 Besucher. Rund ein Drittel davon sind Touristen aus China, für die es eine der Hauptsehenswürdigkeiten in Deutschland ist.

Der Besuch im Museum hat uns stark motiviert, sich wieder mit Karl Marx zu beschäftigen. Seine Thesen zur Überwindung des Kapitalismus sind gerade in der heutigen Zeit aktueller denn je.

Im großen Bogen geht es anschließend durch die Stadt. Dom mit Liebfrauenkirche, Konstantinbasilika, Kurfürstliches Palais und ganz zum Schluss dann doch noch einmal die Römer. Mit einem Abstecher zum Amphitheater.