Der letzte (komplette) Fahrtag auf dem Canal du Rhône à Sête nach Frontignan

Carnon – Frontignan

Mo.- Mi., 17.-19.08.2028. Abfahrt Carnon früh am Montag, Ziel Frontignan.

Wir riechen das Meer, fahren aber weiter auf dem Kanal. Er liegt im geschützten Bereich zweier langer, schmaler Dämme, die die Étangs untereinander und vom Mittelmeer trennen. Wir befinden uns im Languedoc im Département Hérault.

Die diversen Étangs strahlen eine enorme Ruhe aus. Zum überwiegenden Teil dürfen sie mit privaten Booten nicht befahren werden. Das Wetter zeigt sich mit viel Sonne und wenig Wind – für uns hervorragende Bedingungen. Die Frequenz im Kanal ist äußerst gering.

Nach 2 1/2 Stunden sind wir bereits in Frontignan. Dort versperrt uns jedoch eine Hebebrücke die Fahrt an den Anleger. Was wir nicht wussten, sie hebt sich nur dreimal am Tag – und das auch nur in der Hauptsaison. Wir warten geduldig, bis sie uns um 13 Uhr den dahinter liegenden Kaianleger freigibt. Anyway, Frontignan wird für die nächsten drei Tage unser Ruhestandort bleiben. Schön dabei, derzeit ist der Liegeplatz samt Strom und Wasser kostenfrei. Merci.

Die 23.000 Einw. werden Frontignanais und Frontignanaises genannt. Die Einwohner des eingemeindeten Ortes La Peyrade fühlen sich jedoch noch mehr der näher gelegenen Stadt Sète als Frontignan zugehörig. Sète scheint recht spannend zu sein. Auf unseren Besuch wird die Stadt aber auf unsere Rückfahrt 2027 warten müssen.

Wesentlicher Wirtschaftszweig ist der sommerliche Tourismus in dem südlichen Ortsteil Frontignan-Plage direkt am Golfe du Lion. Daneben wird im Weinbau ausschließlich Muscat angebaut, aus dem der fruchtig-würzige Süßwein Muscat de Frontignan gekeltert wird. Seit den 1990er Jahren konzentriert sich die Industrie auf Fischereibetriebe und die Kunststoff verarbeitende Industrie.

Die kleine Stadt kommt recht unspektakulär daher. Wunderbar, wir sind mittlerweile in diesem Tourjahr seit über vier Monaten unterwegs und müssen im Kopf auch mal wieder ein bisschen Platz schaffen.