Ausflugstag mit R2L

Glienicker Brücke – Rathaus Spandau – Golm

Samstag ist Ausflugstag. Mit R2L (Renate, Renate & Lothar) geht es die „alte Westberliner Havelstrecke“ bis zum Rathaus Spandau. Unsere Befürchtungen, dass das Wetter zu schlecht werden wird, bewahrheiten sich nicht. Sogar die Sonne lässt sich hin und wieder blicken.

Das letzte Septemberwochenende hat viele noch einmal aufs Wasser gelockt. Auf der Havel ist ein unglaubliches Gewühl. Sportboote aller Größen, Dampfer und, vorrangig, Segler. Unsere Tour geht an der Sacrower Heilandskirche vorbei, Pfaueninsel, Schwanenwerder, Lindwerder und auf die enge Zufahrt zum Pichelssee. Am Rathaus machen wir Pause und genießen Renates superleckeren Pflaumenkuchen mit Schlagsahne.

Auf der Rückfahrt gibt es wetterbedingt (kurze Sturmböen, dunkles Wolkenband und Regen) auf der Havel etwas Stress mit einigen Seglern, die die betonnte Fahrrinne ohne viel Rücksicht durchqueren. Zurück an der Glienicker Brücke stärken wir uns mit Monikas kräftigen Eintopf bevor die drei wieder von Bord gehen. Wir erreichen Golm dann doch nicht so schnell, wie wir dachten. Im Dunkeln machen wir fest und beschließen, uns einen Handscheinwerfer zuzulegen.

Zum Winterhafen Golm

Brandenburg adH – Golm – Glienicker Brücke

Freitag von Brandenburg nach Golm. Der letzte Törn. Dann ist unsere große Reise, die am 15. April in Maasbracht begann, zu Ende. Es regnet fast den ganzen Tag und die Fahrt macht nicht wirklich Spaß.

In Golm kommen Andreas & Micha zu Kaffee und Kuchen an Bord. Die Kato 2 wird von den beiden begutachtet und für „gut und schön“ befunden.

Am Nachmittag fahren wir weiter. Ziel der Templiner See, auf dem wir ankern wollen, zum allerersten Mal!. Aber, entweder stellen wir uns zu blöd an oder die Ankerwinde hat eine Macke. Der Anker lässt sich nicht ablassen. Ok, dann fahren wir halt gleich zur Glienicker Brücke. Dort sind wir mit unseren morgigen Ausflugsgästen verabredet.

Zuhause in Brandenburg adH

Genthin – Brandenburg an der Havel

Mittwoch/Donnerstag. Von Genthin sind wir im Nu in Brandenburg. Leichter Regen, der erst am frühen Abend aufhört. Wie schon an anderer Stelle mehrfach gesagt, die Stadt ist ein bisschen wie unser zweites bzw. drittes Zuhause. Wir fühlen uns einfach wohl hier.

Donnerstag ist Ausschlaf-, Blog- und Bummeltag. Der Spätsommer ist zurück. Nur ein kleiner Spaziergang über das ehemalige Buga-Gelände ist zutiefst enttäuschend. Das komplette Gelände am Hafen (bis auf den Spielplatz) ist trostlos; ein Nachnutzungskonzept ist nicht im Ansatz erkennbar. Schade.

In zwei Etappen nach Genthin

Wolfsburg – Burg – Genthin

Montag/Dienstag. Am Montag von Wolfsburg (km 246,7) nach Burg (km 333). Jetzt darf auch die Kato 2 zum ersten Mal die Elbe im Trog überqueren. An der anschließenden Schleuse Hohenwarthe werden wir von der Wasserschutzpolzei Magdeburg (an der Wartestelle, per PKW) kontrolliert. Führerschein und Bootspapiere. Die Beamten scheinen sich aber mehr für unsere Kato als für die vollständige Kontrolle (u. a. Schwimmwesten, Funkschein etc.) zu interessieren.

Inzwischen hat der Schleusenwärter ein Einsehen mit uns. Da kein Berufsschiff weit und breit zu sehen ist, holt er uns eine der beiden riesigen Schleusenkammern leer hoch und schifft uns alleine(!) runter. Das passiert nun wirklich sehr selten und katapultiert den Schleusenwärter auf Platz eins der freundlichsten!

Der kanalseitige Sportbootanleger in Burg ist absolut ok. Wir nutzen ihn nur zur Übernachtung.

Dienstag wieder eine Kurzstrecke, nach Genthin (km 363,9). Wir wollen einkaufen. Zusätzlich machen mir meine Ohren wieder zu schaffen. Wie in Antwerpen suche ich einen HNO-Arzt raus, rufe an und bekomme sofort(!) einen Termin. Also aufs Rad und hin. Nach 1 1/2 Stunden ist alles wieder ok (warum geht das eigentlich in Berin nicht so schnell?).

Kalle geht in Braunschweig wieder von Bord

Hannover – Braunschweig – Wolfsburg

Samstag/Sonntag. Bei schönem Wetter am Samstag von Hannover (km 163,5) nach Braunschweig (km 217,5). Kalle fährt seine letzte Schleuse (Anderten) und wir erreichen den kleinen Yachthafen des BMC Braunschweig am frühen Nachmittag. Mit Glück ergattern wir den letzten freien Gastliegeplatz.

Im Gegensatz zum Hafen in Hannover ist der Hafen des BMC mit einem absenkbaren Tor zum Kanal geschützt. In Hannover haben uns die vorbeifahrenden Berufsschiffe stets kräftig gegen die Stege und Dalben geknallt.

Sonntag heißt es dann auch schon wieder, Abschied von Kalle zu nehmen. Für ihn ist es nur eine einstündige Bahnfahrt von Braunschweig bis zu seinem Zielbahnhof Seesen.

Wir fahren weiter. Eine kleine Strecke bis Wolfsburg (km 246,7). Hier ist im Hafen schon deutliche Leere. Den netten „Hafenitaliener“ aus dem letzten Jahr gibt es nicht mehr. Sein Nachfolger hat erst vor einigen Tagen neu eröffnet und ist mit einer arg eingeschränkten Küche noch im „Versuchsaufbau“. Essen ok, mit Sonnenuntergang auf der Terrasse.

Minden, mit Abstecher zum Kaiser

Minden

Donnerstag, Minden Sightseeing. Unser Tag wird von Brigitte und Thomas in die richtigen Bahnen gelenkt. Der Wunsch, zur Porta Westfalica zu fahren, um uns das „neue“ Kaiser-Wilhelm-Denkmal anzusehen, ist mit logistischen Schwierigkeiten verbunden. Die Busverbindungen dahin gehen noch so einigermaßen. Aber nur bis zum Fuße des Denkmals. Der Shuttlebus hinauf fährt nur Sonn- und Feiertags! Also bringt uns Brigitte um 15 Uhr hoch und um 17 Uhr holt uns Thomas nach der Arbeit oben wieder ab. Welch ein Luxus. Danke an die Beiden!

Unser Bummel führt uns zur malerischen „Oberen Altstadt“ mit dem Mindener Museum. Die Sonderausstellung  „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit. Fotografische Positionen in Westfalen vom Bauhaus bis heute“ zeigt westfälische Impulse auf die klassische Moderne im Bereich der Fotografie. Neben einer stadtgeschichtlichen Dauerausstellung gibt es noch „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 l 19“ Eine Ausstellung der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Alles in Allem vielfältig und sehr ordentlich aufbereitet.

Um 15 Uhr zum vereinbarten Abholplatz und dann zum Denkmal. Die Zeit vergeht wie im Fluge und der Tag endet mit einem gemütlichen, gemeinsamen Abendessen im „Hafenblick“ in der Marina. Schade, dass wir unseren Besuch nicht auf das Wochenende legen konnten.

Zwei Fahrtage bis Minden

Recke – Bad Essen – Minden

Dienstag/Mittwoch. Zwei relativ ereignislose Fahrtage.

Dienstag vom Recker Yachthafen (km 12,8) bis zur Marina Bad Essen (km 61,3). Der Hafen hat sich wieder etwas weiterentwickelt. Der große alte Speicher ist abgerissen, weil sich kein Investor hat finden lassen. Die Neubauten direkt am Hafen gehen in die letzte Fertigstellungsrunde. Noch sind längst nicht alle Wohnungen verkauft und/oder vermietet. Für uns ist Bad Essen immer ein willkommener Stopp, um im absoluten Nahbereich Getränke und Lebensmittel zu bunkern.

Mittwoch geht es nach Minden. Wir melden uns telefonisch an, da uns Thomas vor einem möglichen Liegeplatz-Engpass gewarnt hat. Wir haben Glück, wir können kommen. Kurze Strecke, der MYC Minden liegt bei km 97,0. Am späten Nachmittag schaut Thomas vorbei, um uns Tipps für unseren morgigen Ausflugstag zu bringen. Es sieht nach einer perfekten Recherche und Planung aus.

Erster Fahrtag mit Kalle

Münster – Recke

Im Nieselregen geht es aus Münster raus. Wir bekommen ziemlich schnell die Möglichkeit hinter zwei Berufsschiffen in die Münsteraner Schleuse einzufahren.

Bis fast zum Mittellandkanal bleiben wir hinter den Frachtern. Aber fahren dabei recht flott. Bis zum Recker Hafen sind es noch knapp 13 km. Der Yachthafen ist sehr schön und der Hafenmeister und die junge Hafenchefin sind überaus freundlich. Und das Kuchenbuffet fantastisch. Dann wird uns sogar noch ein Feuerwerk versprochen. „Bekommen alle, die zum ersten Mal im Hafen sind“ wird uns schmunzelnd versprochen.

Und tatsächlich, um 21 Uhr geht in einiger Entfernung ein tolles Feuerwerk los (wir glauben allerdings nicht, dass das etwas mit uns zu tun hat).

Spitzenwetter am Sonntag

Münster

Im Stadthafen werden wir von den frühen Aufbauarbeiten für das „Ultraschwimmen 2019“ geweckt. Eine Veranstaltung mit Streckenlängen von 1, 4 und 8 km für alle, vom Breitensportler über den Langdistanz-Triathleten bis zum ambitionierten Langstreckenschwimmer. Und auch die Flossenschwimmer kommen nicht zu kurz. Ihnen ist eine 2 km Strecke vorbehalten.

Kaiserwetter in Münster und ein Riesenspektakel. Für uns mit Logenplatz direkt gegenüber von Start und Ziel.

Kurz vor eins holen wir Kalle vom Bahnhof ab. Er wird uns jetzt eine Woche Richtung Berlin begleiten.

Abends schaut Susanne noch auf ein Abschieds-Abend-Essen vorbei und bringt einen unglaublich leckeren Nachtisch mit. Ein schöner Abschluss einer schönen Woche in Münster.

Samstag. Familientag.

Münster

Janina kommt mit Mathilda & Palina (und einer Tüte leckerer Brötchen) zum Yachthafen. Sie werden uns auf unserer Rückfahrt zum Stadthafen begleiten. Die Mädchen genießen die kleine Tour und haben viel Spaß. Nach Ankunft, ab zur Eisdiele. Dann geht es für die Drei wieder per Bus nach Hause und für uns zu Rewe für letzte Wochenendeinkäufe.

Am frühen Abend Besuch von Martin, Meini und Susanne. Am Hafen ist es übervoll und wir haben eine kleine Wartezeit für unseren reservierten Tisch beim Hafenitaliener. Kein Problem – wir haben einen wunderschönen Abend.

Münster. Und der Gips bleibt dran.

Münster

Dienstag bis Freitag. Wir machen Urlaub in Münster. Viel in der Stadt unterwegs. Mal mit, mal ohne Susanne.

Monika fiebert dem Freitag (Orthopäde) entgegen. Und wird enttäuscht. Unterm Gips sieht es zwar ganz gut aus, aber er kommt wieder dran. Für mindestens 14 Tage. Nach der ersten Enttäuschung kommt die Einsicht, dass es wohl besser so ist.

Über das „Nasse Dreieck“ nach Münster

Lingen – Bergeshövede – Münster

Am Sonntag eine Mini-Strecke zum Nassen Dreieck (hier startet der Mittellandkanal). Wir machen Station um am nächsten Morgen Wasser zu bunkern und in der Servicestation eine neue Gaskartusche zu kaufen.

Montagmorgen, es ist sehr kalt. Zum ersten Mal nach dem Sommer schmeißen wir zum Frühstück die Heizung an. 11 Grad sind uns doch zu ungemütlich. Abfahrt noch im leichten Morgennebel. An der Servicestation bekommen wir Wasser. Aber mit der Kartusche haben wir wieder kein Glück. Die „Campinggaz 907“ ist bei den Bootsausrüstern wirklich sehr schlecht zu bekommen.

Die weitere Fahrt nach Münster ist spannungsarm. Nur an der Schleuse Münster müssen wir eine knappe Stunde auf einen Frachter warten. Der Schleusenwärter hatte wohl keine Lust uns alleine zu schleusen.

Am frühen Abend begrüßt uns Susanne in Münster. Wir gehen zehn Schritte zu einem Hafen-Italiener („Pasta e Basta“) direkt am Boot, essen ganz ordentlich und schmieden ein paar Pläne für unsere Woche in Münster.

In Schleichfahrt durchs Emsland

Lingen – Altenrheine

Für die 32 Kilometer lange Strecke brauchen wir tatsächlich 6 Stunden. Gleich an der ersten Schleuse (Gleesen) Warten wir auf einen hinter uns fahrenden Tanker. „Pamela“ wird unser heutiger „Schleusenöffner“ auch für die weiteren drei (Hesselte, Venhaus, Altenrheine). So weit, so gut – aber, er fährt max. 6 km/h. Das ist dann doch ein bisschen sehr langsam. Und, wie gesagt, Überholen bringt überhaupt nix.

Das Wetter ist super. Fast ein richtiger Sommertag. Also, entspannen und aufpassen, dass man nicht beim Fahren einschläft.