Lommel – Dessel – Turnhout
Das Tagesziel ist das ca. 38 km entfernte Turnhout in der Provinz Antwerpen. Kurz nach dem Start erreichen wir die erste belgische Schleuse. Die Anmeldeprozedur zieht sich ein wenig. Der Schleusenwärter ist sehr freundlich, aber bis er alle Daten (bei Ersterwerb einer Vignette für Belgien notwendig) in seinen PC gehackt hat, vergeht schon mal ein Weilchen. Das Ganze im Kauderwelsch holländisch, deutsch und englisch.
Die Schleusen in Belgien haben keine Poller in den Kammerwänden. D. h., fährt man zu Tal, wird am oberen Schleusenpoller festgemacht und bis unten gehalten, dann eingeholt. Zu Berg holt der Schleusenwärter das Seil mit Stange oder heruntergelassenem Haken nach oben, legt es um den Poller und wirft das Ende zum Schiff zurück. Ist der Hub für das Seil zu lang, muss mit einem zweiten Seil verlängert werden.
Wir unterbrechen unsere Fahrt am Wasserstraßenkreuz bei Dessel. Na klar, ein Aussichtsturm ruft nach Besteigung. Die Weiterfahrt auf dem recht schmalen Dessel-Schoten-Kanal führt fast nur durch Waldgebiet. Schön, aber auf Dauer ein bisserl langweilig. Bei einigen entgegenkommenden Frachtern wird es auch ziemlich eng.
Im Hafen von Turnhout, gegen 18.15 Uhr, wird es eng mit unseren Einkäufen. Aber Aldi sei Dank (ist nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt und schließt um 19.00 Uhr) kommen wir noch zum Lebensmittel bunkern für den Feiertag.