Für unsere Mindener Freunde ist es der erste Bootsausflug in diesem „etwas anderem Jahr“. Und wir freuen uns, etwas mit ihnen zusammen unternehmen zu können. Bad Essen ist nur rund 35 km von Minden entfernt und uns allen wohlbekannt.
Der neue Hafen hat (im Gegensatz zum Mindener Yachthafen) noch strenge Corona-Auflagen. Nur jeder zweite Steg darf belegt werden. Da bei diesem schönen Wetter und den Lockerungen reger Schiffsbetrieb herrscht, war es gut, dass wir reserviert hatten.
In der kleinen Stadt sind Pfingstausflügler dicht an dicht unterwegs. Viele mit dem Auto, aber auch etliche Fahrradgruppen und natürlich jede Menge Biker. Also, an der Eisdiele heisst es, schön in Corona-Abstand anstellen.
Auch die „Kaffeemühle“, ein schönes, altes Restaurant mit Biergarten hat wieder offen. Wir sichern uns einen Tisch für die zweite Abendschicht ab 19.15 Uhr. Das Essen ist sehr gut, der Service noch nicht ganz auf Betriebstemperatur.
Fr./Sa., in zwei Etappen 120 km von BS-Thune nach Minden. Monikas Geburtstag wird in diesem Jahr mit einem profanen Fahrtag „gefeiert“.
Freitag, wir starten relativ früh. Es geht zügig einem holländischen Frachter hinterher, der mit seinen 10 – 11 km/h den Takt vorgibt. An Braunschweig vorbei und durch Hannover durch. Die Marina in Hannover lassen wir links liegen und vertagen das Tanken auf die kleine Bunkerstation am Abzweig nach Linden.
Hier haben wir Glück, dass der Tankwart noch einen Frachter in der Anmeldung hat und uns gegen 18.00 Uhr bedient. Eigentlich hätten wir noch genug Treibstoff an Bord, aber die Gelegenheit ist günstig und der Literpreis mit 1,39 einigermaßen moderat. Kurz darauf ist in Haste Feierabend.
Samstag ist Kurzstrecke angesagt. Immer noch Kaiserwetter. Die fehlenden 45 km bis Minden sind ruckzuck erledigt. Kein Frachter vor uns in Sichtweite. Wir können unseren eigenen Takt fahren und sind bereits um 12.30 Uhr im Mindener Yachthafen.
Am Nachmittag kommen Brigitte, Thomas und Lena in den Yachthafen. Für Pfingsten gibt es einen Wechsel auf ihrer „Marida“. Am Abend hat Thomas einen Tisch fürs Hafen-Barbeque für uns reserviert. Das Wetter ist toll, das BBQ gut besucht. Die Coronaregeln werden natürlich eingehalten. Nur zwei Haushalte am Tisch und die Maske darf nur am Tisch abgenommen werden. Es wird ein netter Abend, der in kleiner, lustiger Runde auf der Kato 2 ausklingt.
Gegen 9.30 Uhr das OK, die Strecke ist wieder frei. Wir sind ganz hinten und können noch am grössten Pulk der Frachtschiffe steuerbord vorbei nach vorne.
Wir lernen, auch Berufsschiffer sind nur Menschen und streiten sich wie die Kesselflicker über UKW darüber, wer zuerst losfahren darf. Die Regel, wer zuerst da war, darf auch zuerst losfahren, kann natürlich nicht eingehalten werden, wenn die Päckchen hintereinander am Ufer aufgebaut werden.
Nach der Brückenbaustelle kommt auch noch knapp 1000 Meter weiter eine „normale“ Baustelle mit Engdurchfahrt.
Unser Vorstoß in die vorderen Bereiche sichert und einen guten Platz zwischen zwei Frachtern, den wir bis zur Schleuse Sülfeld (bei Wolfsburg) nicht mehr verlassen. Über die zwei großen Kammern wird die Kette der Schiffe sehr deutlich vereinzelt.
Wir fahren noch bis Thune, einem Vorort von Braunschweig, in einen großen Anlegebereich für Sportboote. War ein anstrengender Tag, 7 1/2 Stunden für 59 km in Verfolgungsfahrt.
77 km, 7 Stunden, zwei Schleusen. Wie gestern kommen wir hervorragend durch die Etappe.
Etwas verwirrend war die Order vom Schleusenwart Hohenwarthe. Obwohl wir nur zwei Sportboote für die riesengroße Kammer waren, kam die Meldung: wir sollen explizit an den Schwimmerpoller backbord Nr. 7 und der Segler soll bei uns „Backe ins Paket“. Sehr ungewöhnliche Anordnung.
Die heutige, vor uns liegende, Streckensperrung eines MLK-Abschnitts war in Calvörde überdeutlich sichtbar. Geschätzt 30 bis 40 Frachter lagen in Paketen in Wartestellung. Morgen früh um 6 soll es (vielleicht/hoffentlich) weitergehen. Wir sind dann mal auf den „Massenstart“ gespannt. Und, wie gut wir da mittendrin durchkommen. Aber, wir haben ja Zeit!
Nachdem Monika alle infrage kommenden Häfen bis Münster durchtelefoniert hat und alle Gastliegermöglichkeiten (ohne Sanitärraum-Benutzung) melden, starten wir mit vollem Optimismus.
9 Uhr Abfahrt, es geht zügig voran und wir lassen diesmal Brandenburg adH links liegen. Schönes Wetter, mehr Sonne als Wolken. Die 60 km bis Genthin machen wir in einem Rutsch, die zwei Schleusen bis hierhin können wir ohne Wartezeiten passieren.
Nächste Etappe morgen nur bis Bülstringen. Der Mittellandkanal ist am 27.05. für 24 Stunden zwischen den Liegestellen Calvörde und Rühen wegen Brückenbauarbeiten komplett gesperrt.
… dieses Jahr ist alles anders. Covid-19 hat unser aller Leben noch voll im Griff.
Die Rückholaktion aus der Marina Zehdenick erfolgte, ebenso wie die Hinfahrt, bei strahlendem Sonnenschein und völlig problemlos. Mittwoch mit der RB12 hin, alles noch einmal überprüft und Donnerstag die lange Strecke in einem 12-Stunden-Törn wieder zurück in unseren Heimathafen nach Golm. Auf der oberen Havel und dem Havelkanal waren wir noch ziemlich alleine auf dem Wasser. Erst mit dem Abbiegen bei Paretz auf die Potsdamer Havel begegneten uns einige Sportboote.
Bei der Wassertankstelle Ringel in Töplitz hatten wir uns telefonisch angemeldet. Der Tankwart kam dann dankenswerter Weise nach seinem Dienstschluss (um 16.00 Uhr!) gegen 18.00 Uhr noch an die Zapfsäule. Eigentlich kein Wunder bei einem Literpreis von 1,59 (in Berin ist in der gleichen Zeit der (Straßen-)Diesel unter 1 Euro gefallen).
So harren wir jetzt der Dinge, die da kommen. Unser vorläufig neues Ziel für die Saison 2020 ist die Mosel. Da die einzelnen Bundesländer uneinheitliche Schutzverordnungen erlassen haben, werden wir wohl warten müssen, bis wir sicher sind, an einigen Marinas zugängliche Gastliegerplätze zu bekommen.
Laut NRW-Coronaschutzverordnung vom 16. April 2020 liest sich das z. Zt. noch so:
§8 Beherbergung, Tourismus (1) Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind untersagt. Die Nutzung von dauerhaft angemieteten oder im Eigentum befindlichen Immobilien und von dauerhaft abgestellten Wohnwagen, Wohnmobilen usw. ausschließlich durch die Nutzungsberechtigten ist keine touristische Nutzung im Sinne des Satzes 1.
Berlin, 05.04.20. Pandemie-Ausnahmezustand auch auf dem Wasser. Der derzeitige, radikale Lockdown gilt zunächst bis zum 19. April. Rigorose Regeln wurden in Berlin und Brandenburg mit empfindlichen Bußgeldern bei Verstoß hinterlegt. Was wir mit der Agentur relativ schnell erledigen konnten (professionelle HomeOffice-Arbeitsplätze, bereits seit dem 18.03.20, für alle), ist für unsere privaten Unternehmungen weit entfernt von einer halbwegs stabilen Planung. Aber unter den gegenwärtigen Umständen ist das natürlich ein absolutes Luxusproblem.
Also versuchen wir, das zu machen, was für eine spätere Bootssaison nötig und aktuell möglich ist. Wir wollen zum Yacht Zentrum am Prerauer Stich in Zehdenick. Hier bei dem zertifizierten Linssen Händler stehen einige Gewährleistungsreparaturen, die Motorinspektion und der Einbau eines Solarpanels an. Das hatten wir mit Linssen-AfterSales bereits im vorigen Jahr vereinbart. Trotz Corona-Sperrung unserer Marina in Golm wurde unsere Kato 2 am 01. April gekrant und war somit fahrbereit. Nach ein paar Telefonaten bei den Schleusen (WSA Eberswalde) bekommen wir grünes Licht für unsere Fahrt am Freitag, 03.04.
96 Flusskilometer, 5 Schleusen. Es geht die Havel abwärts und dann über den Havelkanal nach Henningsdorf, Oranienburg, Lehnitz und Oder-Havel-Kanal bis zum Abzweig Liebenwalde, dann wieder auf der Havel flussaufwärts. Auf dem Wasser herrscht eine ungewohnte, fast verstörende Einsamkeit. Wir haben auf der kompletten Strecke nur drei Begegnungen, einen Frachter und zwei kleine Boote der Wasserschutzpolizei. Die bemannten Schleusen Schönwalde und Lehnitz durchfahren wir (allein!) in Rekordzeit. Auch die drei SB-Schleusen auf der oberen Havel lassen sich (mit kleinem technischen Defekt an der Zehdenicker Schleuse) problemlos passieren. Nach unserem Start um 6.30 in Golm sind wir, unfassbar schnell, bereits gegen 18.00 Uhr am Ziel.
Am Samstag Übergabe an Dirk Fengler, der uns beim Abschied schon mal „Frohe Ostern“ wünscht. Mal sehen, wann wir unsere Kato 2 wieder abholen können bzw. dürfen. Denn mittlerweile melden die ADAC Skipper-News: „Definitiv ausgeschlossen ist der Betrieb von Motorbooten! Ausgeschlossen ist der Betrieb von ausschließlich maschinengetriebenen Sportbooten; er fällt nicht unter „sportliche Betätigung“ im Sinne der (Corona-) Allgemeinverfügung.“
Jetzt geht das Bootsjahr 2019 mit schnellem Schritt zu Ende. Am 13.11. wurde die BB-Windschutzscheibe demontiert und zur Garantiereparatur nach Maasbracht geschickt. Unsere andere kleine Mängelliste wird im Frühjahr abgearbeitet.
Einen Tag später kam die Kato 2 dann an Land. Unsere Befürchtungen, dass die Kurzbekanntschaft mit der steinernen Uferböschung Ende April (siehe hier) deutliche Spuren hinterlassen hat, sind zum Glück unbegründet. Am Unterschiff sind keinerlei Beschädigungen sichtbar!
Gerne folgen wir der Einladung zur „Gala-Nacht-der-Boote“ auf der diesjährigen Boot & Fun in den Berliner Messehallen. Linssen ist mit einer 35.0 Sedan vertreten. Für uns interessant, das neue „Solarpaket“, das ab sofort auch als Sonderausstattung bei den neuen 35ern mitbestellt werden kann.
Wir nutzen die Gelegenheit, Dirk Fengler vom Yachtzentrum Zehdenick anzusprechen. Seine Mitarbeiter werden im Frühjahr nicht nur das Fenster wieder einsetzen, sondern auch die Tischler-Nacharbeiten sowie die Volvo-Inspektion durchführen … und vll. die Solareinheit installieren.
Der goldene Oktober macht an diesem Montag, 14.10., seinem Namen alle Ehre. Traumwetter und richtig warm. Perfekt für den ergo Betriebsausflug. Auf dem Wasser quer durch Berlin.
Vom Tempelhofer Hafen auf dem Teltowkanal nach Neukölln und dann bei Oberschöneweide auf die Spree. Mini-Rundfahrt in der Rummelsburger Bucht und Mittagspause, natürlich an Bord, am Stralauer Südufer. Die ergo-Frauen haben Spaß am Bootfahren und genießen die langsame Fahrt so völlig ab von Stau und Stress.
Die Route geht weiter zur Oberbaumbrücke, Mühlendammschleuse und dann mittenmang an Dom und Museumsinsel vorbei. Im Gewühl der Ausflugsdampfer kurz vor dem Regierungsviertel noch eine Kaffeepause. Dann durch Charlottenburg bis zum Schloss. Hier am Bahnhof Jungfernheide steigt Dominique (leider) in die S-Bahn, um pünktlich ihre Kinder abzuholen. Die anderen drei haben sich als Endstation das Rathaus Spandau, das wir am späten Nachmittag erreichen, ausgeguckt.
Wir fahren noch weiter und erreichen die Glienicker Brücke im herrlichsten Sonnenuntergang. War ein sehr schöner Tag.
Der geplante Betriebsausflug am Dienstag, 08.10., wird wegen sehr schlechter Wetterprognose auf kommenden Montag vertagt. Langeweile kommt aber nicht auf. Das Tempelhofer Hafencenter ist überraschend gut sortiert, u. a. mit einem riesigen E-Center. Hier bleiben wirklich keine Einkaufswünsche unerfüllt. Erstaunlich ebenfalls die lebhafte Atmosphäre und hohe Kundenfrequenz.
Inge schaut am Dienstag vorbei und Alex kommt mit Moritz am Mittwoch an Bord. Mit Alex und Moritz machen wir eine Mini-Fahrt nach Neukölln bis zum Britzer Zweigkanal. Für Alex die Möglichkeit, uns seinen Arbeitsplatz vom Wasser aus zeigen zu können. Für Moritz gilt das Gleiche wie für Palina in Münster; eine Stunde Bootfahren ist in ihrem Alter absolut ausreichend. Dann wird es langweilig für die Lütten. Was aber nicht bedeutet, dass der Abschied von Bord nur unter schwerem Protest von Moritz erfolgte.
Am Donnerstagnachmittag machen wir „Bootspause“. Dank perfekter ÖPNV-Anbindung (U6, Ullsteinstraße) sind wir für Monikas Reha- und meinen Server-Termin schnell in Rixdorf.
Am Sonntag brechen wir noch einmal von Golm aus auf. Wir sind mit Frank, der seinen ständigen (Wasser-)Wohnsitz seit einigen Jahren im Tempelhofer Hafen hat, verabredet. Natürlich auch, um unsere beiden neuen Schiffe in Ruhe gegenseitig zu begutachten.
Es geht havelaufwärts mit Tankstopp in Potsdam. Wir lassen noch ein letztes Mal volltanken, bevor es dann endgültig aus dem Wasser geht. 2019er Fazit: 1.600 km, 234 Motorstunden mit 1.066 Litern Diesel. Also, Verbrauch im Durchschnitt 4,56 l/h. Ich denke, das ist ein Wert, mit dem man gut leben kann.
Im Tempelhofer Hafen haben wir, dank Franks Vermittlung, einen Liegeplatz fest reserviert. Das war auch gut so, der Hafen ist bis auf die letzte Box ausgebucht.
Am Sonntag, ein Wiedersehen mit Andreas. Eigentlich will er nur kurz auf einen Kaffee vorbeischauen. Dann gibt es aber viel zu viel zu erzählen und es werden vier Stunden.
Montag mit der Regio 1 (vom naheliegenden Bahnhof Werder) nach Berlin und Dienstag zum, von Monika heiß ersehnten Termin, „Gips abnehmen“. Gut, dass unter dem Gips alles in Ordnung ist und das Röntgenbild einen guten Heilungsverlauf verspricht. Schlecht, dass die Schmerzen vorerst bleiben. Also, alles Vertrauen in eine gute Reha und die Hoffnung nicht aufgeben!
Samstag ist Ausflugstag. Mit R2L (Renate, Renate & Lothar) geht es die „alte Westberliner Havelstrecke“ bis zum Rathaus Spandau. Unsere Befürchtungen, dass das Wetter zu schlecht werden wird, bewahrheiten sich nicht. Sogar die Sonne lässt sich hin und wieder blicken.
Das letzte Septemberwochenende hat viele noch einmal aufs Wasser gelockt. Auf der Havel ist ein unglaubliches Gewühl. Sportboote aller Größen, Dampfer und, vorrangig, Segler. Unsere Tour geht an der Sacrower Heilandskirche vorbei, Pfaueninsel, Schwanenwerder, Lindwerder und auf die enge Zufahrt zum Pichelssee. Am Rathaus machen wir Pause und genießen Renates superleckeren Pflaumenkuchen mit Schlagsahne.
Auf der Rückfahrt gibt es wetterbedingt (kurze Sturmböen, dunkles Wolkenband und Regen) auf der Havel etwas Stress mit einigen Seglern, die die betonnte Fahrrinne ohne viel Rücksicht durchqueren. Zurück an der Glienicker Brücke stärken wir uns mit Monikas kräftigen Eintopf bevor die drei wieder von Bord gehen. Wir erreichen Golm dann doch nicht so schnell, wie wir dachten. Im Dunkeln machen wir fest und beschließen, uns einen Handscheinwerfer zuzulegen.
Freitag von Brandenburg nach Golm. Der letzte Törn. Dann ist unsere große Reise, die am 15. April in Maasbracht begann, zu Ende. Es regnet fast den ganzen Tag und die Fahrt macht nicht wirklich Spaß.
In Golm kommen Andreas & Micha zu Kaffee und Kuchen an Bord. Die Kato 2 wird von den beiden begutachtet und für „gut und schön“ befunden.
Am Nachmittag fahren wir weiter. Ziel der Templiner See, auf dem wir ankern wollen, zum allerersten Mal!. Aber, entweder stellen wir uns zu blöd an oder die Ankerwinde hat eine Macke. Der Anker lässt sich nicht ablassen. Ok, dann fahren wir halt gleich zur Glienicker Brücke. Dort sind wir mit unseren morgigen Ausflugsgästen verabredet.
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