Mulhouse. Letzte Station auf dem Canal du Rhône au Rhin

Dannemarie – Mulhouse (Mülhausen)

Fr.-So., 04.-06.08.2023. Freitag, die Vereinbarung mit dem VNF lautet: Start 8.00 Uhr, Schleuse N° 17 am Ortsausgang von Dannemarie. Wir sind pünktlich, die Engländer sind bereits da. Schnell noch die Registrierung und um 7.58 Uhr geht es los. Simple 23 km aber mit 22 Schleusen und zwei Brücken. Die Strecke hält nichts Überraschendes vor. 7 1/2 Stunden und wir sind in Mulhouse.

Mulhouse (deutsch Mülhausen) mit seinen 108.000 Einwohnern ist eine Stadt im Elsass (Europäische Gebietskörperschaft Elsass) in der Region Grand Est im Osten Frankreichs. Seit 2014 ist die Stadt Mülhausen zweisprachig im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen mit Französisch als Amtssprache sowie Deutsch als Regionalsprache in Form von Elsässisch und Hochdeutsch.

Der Stadthafen liegt zentral, fast direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Die Stadt lässt sich gut zu Fuß erschließen und wir finden uns außerordentlich schnell zurecht. Neben dem obligatorischen Stadtrundgang könnten wir in Mulhouse gleich sechs Museen besuchen (Automobil, Eisenbahn, Elektrizität, Stoffdruck, Historie und Kunst). Komischerweise lassen wir das „Musée National de l’Automobile“, die angeblich „schönste Autosammlung der Welt“ links liegen – unsere frühere gemeinsame Zuneigung und Interesse an Autos ist schon seit langer Zeit eiskalt erloschen.

So gehen wir zielstrebig in die Villa Steinbach ins Musée des Beaux-Arts. In seinen Sammlungen werden  vorwiegend rheinische Werke aus dem Mittelalter und der Renaissance, flämische Malerei, französische und italienische Schulen des 17. und 18. Jahrhunderts, akademische und regionalistische Kunst des 19. Jahrhunderts gezeigt. Auch die Avantgardeströmungen des 20. Jahrhunderts sind präsent, mit elsässischen Künstlern.

Die zwei Tage Mulhouse vergehen wie im Flug, wobei wir uns am Sonntag diesmal fest vornehmen, nie mehr an einem Sonntag in (verlassenen) französischen Innenstädten spazieren zu gehen.