Pfingsten in Charleville-Mézières

Joigny – Charleville-Mézières

Fr.-Mo., 26.-29.05.2023. Im Gefühl einer extrem kurzen Fahrt bis Charleville leisten wir uns ein langes Ausschlafen mit einer Abfahrt aus Joigny am späten Mittag. Allerdings haben wir die Rechnung ohne die vor uns liegende „Doppelrot-Schleuse“ gemacht. Eine vorausfahrende Péniche kam noch durch. Bei uns schaltet sie wieder auf Doppelrot, das bergseitige Tor geht nicht zu.

Ein VNF-Techniker kommt nach einer knappen Stunde. Wir fahren nach seiner Reparatur ein – und er fährt wieder weg. Ergebnis: jetzt geht das talseitige Tor nicht zu. Ok, er kann ja noch nicht weit sein. Relativ schnell ist er nach einem erneuten Anruf zurück, wir können schleusen und sind froh, diese Problemschleuse endlich bezwungen zu haben.

In Charleville begrüßt uns ein völlig belegter Außensteg. Ohne das Verdeck zu legen, probieren wir durch die niedrige Brücke in den Innenhafen zu kommen. Und tatsächlich: in der Mitte bleiben uns geschätzt noch 5 Zentimeter freie Höhe. Der große Innenbereich bietet dann freie Wahl, er ist nur spärlich belegt.

Auch Charleville-Mézière hatten wir 2021 ausgiebig erkundet. Neue Entdeckungen stehen somit nicht an. Auf dem Hauptplatz von Charleville, dem Place Ducale, ist über Pfingsten die „Fête de la Bière“ – 130 Biere vom Fass, 50 Brauereien. Der schöne große Patz wird von den Bierzelten unangenehm dominiert. Auch die Musik auf der Hauptbühne ist nicht nach unserem Geschmack.

Zu unserem Bier kommen wir dennoch. Auf der Rückfahrt in einer Seitenstraße an einem alternativen Büchercafé: draußen spielt eine Street-Brass-Band, drinnen gibt es u. a. auch „Cuvée d’Arthur“. Perfekt.

Pfingstmontag ist großer Radausflugtag. In einem weiten Bogen geht es bei herrlichstem Wetter um die beiden Stadtinseln Charleville und Mézières. Ein schickes Geburtstagsessen muss leider verschoben werden. Das ausgewählte Restaurant ist heute geschlossen – so, wie viele andere auch. Überhaupt sind heute beide Stadtteile seltsam menschenleer. Kein Problem, als der Hunger am Größten, war eine nette Pizzeria im Süden von Mézières am Nächsten.