Am Tag, als der Regen kam – nach Châlons en Champagne

Sillery – Châlons en Champagne

So., 06.07.2025. Wir wachen auf und wollen überhaupt nicht aufstehen. Es regnet in Strömen. Normalerweise würden wir uns jetzt noch einmal umdrehen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen. Aber …

… wir haben einen Liegeplatz in Châlons, mit Ankunft heute, reserviert und sind uns (bei den wenigen und deshalb äußerst begehrten Plätzen im Hafen) nicht sicher, ob er nicht vergeben wird, wenn wir nicht kommen.

Also, Regenklamotten raus, Augen zu und durch! „Wir sind doch nicht aus Zuckerwatte“.

Die Tour von Sillery nach Châlons en Champagne: 34 km, 14 Schleusen, 1 Tunnel (2,5 km!). Um da pünktlich in Chalons anzukommen, muss schon alles wie am Schnürchen laufen. Zumal, es ist Sonntag und die Schleusen schließen bereits um 18 Uhr.

Drei Widrigkeiten unterbrechen, bzw. verlangsamen, unsere Fahrt. Vor dem Tunnel schaltet die Ampel bei unserer Ankunft auf rot – 30 Minuten Wartezeit. In einer Schleuse klemmen die Ausfahrtstore – 30 Minuten bis ein VNF-Helfer kommt. Und auf dem Canal latéral à la Marne bremst uns ein vorausfahrender Frachter mit <5 km/h aus – mind. 30 Minuten Verzögerung.

Und so kam es, wie es kommen musste, an der Stadtschleuse in Châlons kommen wir nach über 9-stündiger Fahrt erst um 18.30 Uhr an. Zum Glück gibt es vor der Schleuse einen Anleger an dem wir die Nacht verbringen können.

Mo., 07.07. Erneut weckt uns der Regen. Wir haben keine Lust, die letzten 300 m bis zu unserem Liegeplatz noch einmal im strömenden Regen zu fahren – wollen aber auch natürlich vor der Schleuse weg. Also, wieder volle Montur und ab durch die Schleuse. Außer der Anmeldung in der Captainerie passiert am restlichen Tag nicht mehr viel. Wir schalten einen Gang runter.