Sonntag in Roermond

Roermond – Maasbracht

So., da die Strecke von Roermond nach Maasbracht wirklich kurz ist, nutzen wir den Sonntag noch für einen Stadtspaziergang in Roermond.

Da wir die Stadt bereits gut kennen, müssen keine Highlights angelaufen werden und wir bummeln einfach nur durch die sonntäglich ruhige Stadt. Kleines Bläserkonzert am Munsterplein inklusive.

Die Weiterfahrt nach Maasbracht am späten Nachmittag dauert nur eine gute Stunde. Da wir am Montagvormittag mit Ruud und Rennie bei Linssen verabredet sind, legen wir direkt im Werkshafen an.

Kurzstopp in Venlo dann nach Roermond

Arcen – Venlo – Roermond

Fr./Sa, Freitagmittag von Arcen nach Venlo. Ein Stopp, eine Übernachtung – nur zum Auffüllen der Vorräte. Der Stadthafen ist leer, die Stadt lebhaft voll. Das schlechte Wetter bleibt uns treu. Aber es regnet mal nicht.

Zum Einkaufen müssen wir einmal von Norden nach Süden quer durch Venlo. Bei Gall & Gall bekommt Monika ihren „Café Marakesh“-Likör und bei Albert Heijn sind wir mal wieder in unserem Lieblings-Supermarkt. Der Tag geht schnell rum.

Der Samstag fängt mit Regen an. Die Strecke von Venlo nach Roermond ist uns noch gut von der „Einfahrtour“ unserer Kato 2 aus dem März 2019 bekannt. Zwei Schleusen, die zweite müssen wir bei strömenden Regen passieren. Die Temperatur liegt bei 14 Grad, gefühlt 10. Der Hafen von Roermond ist voll mit Schiffen. Zu 95 % Festlieger, einen Passantenplatz zu bekommen ist kein Problem.

Wir machen es uns im Boot gemütlich. Erst am Abend kommt die Sonne wieder raus und fragt fast unverschämt „war was?“.

Die „vrije heerlijkheid“ Arcen

Leukermeer – Arcen

Do., bis Arcen sind es nur 10 km und liegt in unserer Richtung. Also fahren wir nicht mit den Rädern sondern gleich mit dem Schiff weiter. Arcen ist eine kleine niederländische Festungsstadt die 1330 ihre „vrije heerlijkheid“ („Freie Herrlichkeit“, ein selbstständiges Gebiet mit eigener Rechtsprechung) erhielt. Die Broschürenbeschreibung spricht von einer „pittoresken“ Altstadt.

Der kleine Hafen am Ort ist nett, hat aber keinerlei Versorgung. Die 2-3 vorhandenen Liegeplätze sind frei. Das Wetter ist leicht regnerisch und kühl. Ein paar Touristen verlaufen sich im Dorf. Das Pittoreske beschränkt sich auf die ca. 500 m lange Ortsdurchgangsstraße und die Maasterrassen der Restaurants und Cafés. Bei schönem Wetter kann das durchaus auch Charme haben.

Das wahrscheinlich interessanteste ist die Schlossanlage „Kasteel Arcen“ mit riesigen Themengärten. Leider ist das Wetter zu schlecht, um die Gärten genießen zu können. Zusätzlich wird gerade noch für die große Herbstveranstaltung, die am 3. Oktober eröffnet wird, umgebaut. So belassen wir es bei einem Dorfspaziergang samt Schloss von außen.

Nächste Station, Leukermeer

Mook – Leukermeer

Di./Mi., kurze Strecke von Mook zum Leukermeer. Die Maas wird, in nur wenigen Kilometern Abstand, von der holländisch-deutschen Grenze begleitet (oder umgekehrt). Diese Nähe zu Deutschland erklärt auch die vielen deutschen Sportboote auf der Maas.

Die Besiedlungsdichte in dieser Region ist gering. Die kleinen Dörfer und Städte am Fluss werden häufig um Industriehäfen und -anlagen ergänzt. Der Frachtverkehr hat zwar bei weitem nicht das Volumen des Rheins, zeigt jedoch eine kontinuierliche, gut frequentierte „Kette“.

Wir fahren bis zum Leukermeer (zur Erinnerung, Seen werden im holländischen als „Meer“ bezeichnet). Das Leukermeer, mit dem sich anschließenden Reindersmeer, liegt in der Mitte des Nationalpark De Maasduinen. Im Leukermeer befindet sich ein großer Yachthafen, der zu einem Ferienpark gehört. Zu dieser Jahreszeit ist kaum noch etwas los. Wir finden auch Anmeldung problemlos einen freien Liegeplatz.

Die Ferienanlage erfüllt fast jeden Übernachtswunsch. Vom Campingplatz über unterschiedlich ausgebaute kleine Häuser bis hin zu Hausbooten. Die Infrastruktur ist recht gut und auf viele Feriengäste ausgerichtet; also das volle Programm. Wir möchten uns das nicht wirklich vorstellen, wenn hier Hochsaison ist.

Jetzt im Herbst ist es sehr ruhig. Das Seerestaurant, der kleine Supermarkt und die Schwimmhalle sind noch offen. Die Besucherfrequenz übersichtlich. Zum Thema Corona gibt es nur einige, wenige Regeln – und, zu unserem Erstaunen, keine Maskenpflicht.

Heute, am Mittwoch, fahren wir in den Nationalpark Maasdünen. Seine Längsausdehnung von Nordwesten nach Südosten beträgt etwa 23 Kilometer bei einer durchschnittlichen Breite von 2 bis 4 Kilometer. Er umfasst unterschiedliche Naturräume und Landschaftsformen und ist einer der diversifiziertesten in den Niederlanden.

Die Fahrradrouten sind sehr gut beschildert. Wir entscheiden uns für eine kleinere, rund um unsere beiden Seen. Gute Entscheidung, denn entgegen dem Wetterbericht fängt es in der Mitte unserer Tour an, unangenehm zu regnen. Alles in allem wird es aber noch ein schöner, ruhiger Ausflug.

Goedemiddag Nederland

Wesel – Mook

So./Mo. Aufbruch in Wesel um 9.30 Uhr. Ziel ist Nijmegen (Nimwegen). Ungefähr 70 km, immer auf Rhein und Waal zu Tal. Das Wetter ist kühl, überwiegend grau aber trocken. Wir kommen trotz großem Frachteraufkommen zügig durch.

Bei Lobith teilt sich der Rhein. 2/3 des Flussvolumens biegt westlich ab und heißt jetzt Waal. Ein Drittel fließt erst als Pannerdensch-Kanaal, dann als Neder-Rijn, weiter nach Norden, Richtung Arnhem.

Bei den vielen Karten, die wir an Bord haben, fehlt ausgerechnet die ANWB „L“. Die Detailkarte zwischen Grenze Deutschland und der Maas. Kurzentschlossen fahren wir in Nijmegen von der Waal auf gut Glück in einen zentrumsnahen Hafen ein. Extrem langsam (da ja Niedrigwasser) und doch, es passiert. In der Durchfahrt setzen wir weich auf. Kein vor, kein zurück mehr.

Der Schreck hält glücklicherweise nicht lange an. Das hohe Schiffsaufkommen „schaukelt“ uns für vorsichtige Rückwärtsfahrt wieder frei. Da unser Plotter uns keine weitere Anlegestelle mehr anbietet, geht es sofort in die Schleuse Nijmegen und auf den Maas-Waal-Kanaal. Nach 12 Kilometer trifft der Kanal auf die Maas und weiteren 2 km finden wir am kleinen Dorf Mook einen sehr netten Mini-Hafen (10 € pro Nacht).

Wäre am Montag nicht unangenehmer Dauer-Nieselregen, wären wir mit dem Rad nach Nijmegen zurückgefahren. Immerhin, die Hansestadt bezeichnet sich als die älteste Stadt der Niederlande. So bleibt es bei einem kurzen Spaziergang durchs Dorf.

Auf einmal ist der Sommer vorbei

Düsseldorf – Wesel

Fr./Sa., am Fahrtag am Freitag starten wir erst um 11.00 Uhr, da uns der Tankwart nach telefonischer Nachfrage im Crefelder Yachthafen erst gegen 15.00 Uhr bedienen kann. Als wir gegen 12.30 eintreffen, werden wir aber durch einen Vertreter sofort bedient. Also geht es gleich weiter.

Das Wetter ist zwar bewölkt, doch wenn die Sonne durchkommt, noch immer recht warm. Wir fahren bis Wesel durch. So haben wir nur noch eine Etappe bis zur Maas.

Samstag gibt es den ersten Dauerregen am Vormittag bei sage und schreibe 11 Grad. In einer Regenpause fahren wir mit den Rädern ins Zentrum. Wesel hat bei rund 60.000 Einwohnern den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt. Dass 97 Prozent des Stadtgebiets 1945 zerstört wurden, ist der Stadt deutlich anzusehen. Alter Gebäudebestand ist nahezu nicht mehr vorhanden. Das macht die Stadt leider ein wenig langweilig. Einige, wenige historische Gebäude konnten noch restauriert oder wieder aufgebaut werden (insbesondere der Willibrordi-Dom).

Wissenswert noch, der bekannteste Sohn der Stadt ist Konrad Duden, dessen Geburtshaus in Wesel-Lackhausen steht.

Was der „Buddy Bär“ für Berlin oder die „Kuh-Kultur“ für Zürich ist der (wie heißt der Bürgermeister von Wesel?) Esel für Wesel. Kaum eine Ecke, an der nicht ein buntbemalter steht. Und im Verkehr: ein grüner Esel auf den Fußgängerampeln. Last not least, einmal jährlich findet seit 2008 in Wesel unter dem Namen „EselRock“ ein Open-Air-Festival mit freiem Eintritt statt.

Drei Tage Düsseldorf

Düsseldorf

Di. bis Do., am Dienstag sind wir mit Axel mittags im Bistro Zicke in der Carlstadt verabredet. Vorher haben wir uns online ein Zeitfenster für die Ausstellung „Peter Lindbergh, Untold Stories“ reserviert.

Dass Lindbergh ein ausgezeichneter Fotograf war (* 23.11.1944; † 03.09.2019), ist Fakt. Die Ausstellung enttäuscht trotzdem. Der recht kleine zur Verfügung stehende Platz im Museum Kunstpalast verleitete ihn in seiner ersten, selbst kuratierten Werkschau wohl zu gigantischen „Plakatwänden“ und mehrreihigen Gruppen-Hängungen. Die Motive verschwimmen und erschweren ein Sich-Einlassen auf ein einzelnes. Seine Model-Inszenierungen aus den späten 80ern sind heute eher irritierend als innovativ.

Axel hat einen hektischen Tag und nicht allzu viel Zeit, es reicht jedoch für eine gemütliche Mittagspause mit einem guten Gespräch. Wir verabreden, es im Herbst in Berlin fortzuführen.

Am Mittwoch steht mal wieder eine „Gaskartuschen-Aktion“ auf dem Plan. Bei Obi in Lierenfeld können wir die leere gegen eine gefüllte austauschen. Am Nachmittag eine gemeinsame Fahrradtour mit Petra in den Südpark (ehemaliges Buga-Gelände von 1987) und am Abend ein geselliges und leckeres Essen bei Petra und Hanno.

Donnerstag, unser letzter Tag in Düsseldorf. Wir fahren mit Petra zur „Urdenbacher Kämpe“. Ein weitläufiges idyllisches Naturschutzgebiet mit Obstbäumen und verschiedenen Geländearten. Da das Gesamtgebiet nur wenig höher als das Rheinufer liegt, wird es bei Hochwasser vom Rhein überflutet und ist ein amtliches Überschwemmungsgebiet für eine Hochwasserentlastung.

Ludwig in Koblenz

Koblenz

Sa., ein entspannter Tag in Koblenz. Wir wollen uns eine Ausstellung im Ludwig Museum ansehen. Das noch relativ junge Museum hat sich der Gegenwartskunst und insbesondere der zeitgenössischen französischen Kunst verschrieben. Grundstock der ständigen Sammlung ist vornehmlich deutsche und französische Kunst nach 1945, die das Sammlerehepaar Peter und Irene Ludwig zusammengetragen und dem Museum als Schenkungen oder Leihgaben überlassen hat. 

Unser besonderes Interesse gilt der Sonderausstellung „Hotspot Songzhuang“, die aktuelle Arbeiten von Ren Rong und Fang Lijung zeigt. Beide leben im Künstlerdorf Songzhuang, in der Nähe von Beijing, wo sich mittlerweile zahlreiche Künstler angesiedelt haben, um der Enge und den hohen Lebenshaltungskosten in Beijing zu entfliehen. Ren Rong lebt und arbeitet vorwiegend in Bonn (seit 1986) sowie in Peking.

Für den Restaurantbesuch am Abend hätten wir mal lieber nicht das historische „Weindorf“ an der Rheinpromenade ausgewählt. Das Essen war in Ordnung, aber nach knapp einer Stunde Wartezeit hatten wir fast keinen Hunger mehr.

Der letzte Tag auf der Mosel

Cochem – Koblenz

Fr., wir starten in Cochem um kurz vor 10.00 Uhr und genießen die letzten 50 Moselkilometer bei herrlichem Spätsommerwetter. Drei Schleusen (Müden, Lehmen, Koblenz), die wir, dank eines belgischen Schleusenöffners „Asdeta“, zügig durchfahren können. Der Rückstrom von der Mosel ist deutlich spürbar, es wollen doch noch zwei Tage vor der zehntägigen Sperrung viele Schiffe die Mosel verlassen.

In Koblenz geht es noch einmal zwei Kilometer zu Berg, dann finden wir in der uns bekannten „Rheinlache“ wieder einen schönen Liegeplatz.

Reichsburg Cochem

Cochem

Do., am letzten Tag in Cochem steht nicht viel auf dem Programm. Einmal rauf zur Reichsburg und ein Bummel (mit Wein- und Sekteinkauf) durch die Stadt.

Die Reichsburg wurde vermutlich um das Jahr 1000 unter Graf Ezzo, dem Sohn von Pfalzgraf Pussilius, erbaut. Im 17. Jahrhundert zerstört und von dem Berliner Kaufmann „Louis Frèdericc Jacques Ravenè“ in den Jahren 1868 bis 1877 im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Die Relikte der spätgotischen Burg blieben beim Wiederaufbau ein fester Bestandteil. Sie war 75 Jahre im Besitz der Familie Ravenè und diente ihr als Sommersitz. Im Jahr 1942 wurde die Burg Eigentum des Deutschen Reiches und seit 1978 ist sie im Besitz der Stadt Cochem und wird von der „Reichsburg GmbH“ verwaltet. Nach dem Denkmalschutzgesetz von Rheinland-Pfalz ist sie ein geschütztes Kulturdenkmal. Wir beschränken uns auf eine Außenbesichtigung.

Am Abend kehren wir noch in die direkt am Hafen liegende Weinkellerei Hieronimi auf einen Abschiedsschoppen ein.

Das Fazit unserer Mosel-Saar-Tour fällt überaus positiv aus. Eine herrliche Landschaft, nette Leute, malerische Orte und viele schöne, neue Eindrücke. Wäre da nicht die sich unangenehm langsam ziehende Fahrt zu Berg auf dem Rhein … könnte man (und frau) das glatt mal wiederholen.

Mit Zwischenstopp nach Cochem

Traben-Trarbach – Senheim – Cochem

Di./Mi., damit wir nicht in den Stress der Moselsperrung geraten (ab So., 20.09.20, 0.00 Uhr) fahren wir nur mit einem Zwischenstopp in Senheim in zwei Etappen nach Cochem. Der Yachthafen in Senheim (im Seitenarm der Mosel ) zeigt sich als Monster mit riesigem Camping- und Caravangelände. Wir können uns nicht mit dem Hafen anfreunden. Müssen es aber auch nicht. Am nächsten Morgen geht es zügig weiter.

Unsere Befürchtung, dass der Hafen in Cochem voll sein könnte, bestätigt sich nicht. Fast das Gegenteil, am Abend haben lediglich drei Schiffe festgemacht. Für heute beschränken sich unsere Aktivitäten auf einen kleinen Einkauf – und gut ist.

Burgruine Grevenburg

Traben-Trarbach

Mo., unser letzter Tag in Traben-Trarbach. Wir radeln auf die Trarbacher Seite, stellen die Räder auf der Promenade ab und gehen den Bergweg auf 240 m Höhe rauf. Gott sei Dank liegt der Bergaufstieg auf der Schattenseite. Bei weit über 30 Grad brauchen wir über eine Stunde bis wir oben sind.

Erbaut um 1350 von Graf Johann III., einem Sohn der legendären Gräfin Loretta, war bis 1437 Stammsitz der Grafen von Sponheim. In den Kriegswirren des 17. und 18. Jahrhunderts wechselte die Burg dreizehnmal den Besitzer. 1734 wurde sie von den Franzosen erobert und zerstört. Die Burgruine bietet einen herrlichen Blick auf die große Moselschleife.

Obwohl wir bereits gestern im Litziger Lay essen waren, gehen wir zu einem kleinen „Abschiedsessen“ noch einmal rüber. Ines und David, die jungen, österreichischen Wirtsleute, setzen sich zum Schluss wieder an unseren Tisch und erzählen von ihren ersten fünfzehn Monaten mit dem Restaurant. Hochwasser und Corona haben es ihnen schwer gemacht. Den guten Ruf, den sie sich trotz allem bereits erarbeiten konnten, ermutigt sie aber weiterzumachen. Wir drücken ihnen die Daumen.

32 Grad in Traben-Trarbach

Trier Monaise – Bernkastel-Kues – Litziger Lay (Traben-Trarbach)

Fr. bis So., am Freitag geht es in einem Zug nach Bernkastel. Nur kurz mit einem Tankstopp in Neumagen-Dhron und einer etwas längeren Wartezeit an der Schleuse Zeltingen (viel Frachtverkehr) unterbrochen. Da wir relativ spät in Bernkastel eintreffen, legen wir kurzerhand an einem Anleger direkt an der Mosel an.

Samstag früh losgefahren und bereits gegen 12.00 Uhr bei unserem Lieblingsanleger vor dem Litziger Lay eingetroffen. Vorsichtshalber hatten wir uns telefonisch angekündigt. Es ist Wochenende und traumhaftes Hochsommerwetter. Dementsprechend sind an der Mosel „Himmel und Menschen“ unterwegs.

Am Sonntag gibt es mal wieder einen Radausflug. An der Mosel entlang durch die kleineren Moseldörfer Kröv, Kinheim, Kindel und Wolf. In Kröv wurde uns ein Besuch der Eisdiele „Marcello’s Eiseck“ empfohlen (1. und 2. Plätze in RP). In der Tat, der Besuch hat sich gelohnt.

Es macht Spaß, durch die kleinen Dörfer zu radeln. Allerdings ist auch hier am Sonntag doch recht viel Ausflugsverkehr. Vom anstehenden Beginn der diesjährigen Weinlese ist noch nichts zu sehen.

PS.: Danke sagt Monika den pflanzenkundigen Blog-Leser*innen (Thomas, Petra L. und Axel W.) für die kenntnisreichen Zusendungen unserer Blumenfrage aus Remich!

Aus Frankreich über Luxemburg zurück nach Trier

Metz (F) – Schwebsange (L) – Remich (L) – Trier Monaise (D)

Di. bis Do., Dienstag treten wir schweren Herzens unsere Rückreise an. Metz ist wunderschön und wir werden wiederkommen. Die Fahrt bis ins luxemburgische Schwebsange verläuft problemlos. Einen Großteil der Strecke verhilft uns die Vorausfahrt eines Frachters, jeweils hinter ihm in die Schleusen einfahren zu können.

Am Mittwochmorgen geht es sofort weiter. Allerdings liegen wir gut in der Zeit und machen Halt in Remich. Der kleine Sportbootanleger an der Hauptpromenade hat eine elektronische Tafel, die anzeigt, ob und wie lange ein Platz frei ist (kann man auch im Voraus reservieren).

Aber, … die luxemburgische Wasserstraßenverordnung schreibt eine befähigte (!) Person dauerhaft an Bord vor. Ist also ein Problem, wenn man zu zweit unterwegs ist und gern auch gemeinsam etwas in der Stadt unternehmen möchte.

Ich rufe bei der Verwaltung an und uns wird freundlich beschieden, dass das „eine die Verordnung“ ist und das „andere eine Duldung“ ist, durchaus das Boot „mal“ alleine zu lassen. Zur Sicherheit malen wir noch ein Schild mit meiner Mobilnummer und kleben es ins Fenster. Im insgesamt zweistündigen Ausflug passiert nichts und wir haben bei der Rückkehr auch kein „Ticket“ am Schiff.

Am späten Nachmittag sind wir wieder im Hafen von Trier Monaise und erwischen unseren freundlichen Hafenmeister kurz vor Dienstschluss. Mittlerweile kennt er uns und weist uns einen extra schönen Liegeplatz zu.

Donnerstag ist Einkaufs- und Trödeltag an Bord.