Gent
Gent (niederländisch], Gand (französisch), Ghent (englisch ), ist die Hauptstadt der belgischen Provinz Ostflandern. Gent entstand aus keltischen Ansiedlungen im Gebiet des Zusammenflusses von Schelde und Leie. Im Mittelalter wuchs Gent durch den blühenden Tuchhandel zu einer der größten und bedeutendsten Städte Europas heran.
Wir sind vom historischen Kern schwer beeindruckt. Sind die Belgier sonst moderner Architektur überaus aufgeschlossen, hier in der Stadtmitte werden die „alten Höhen“ respektiert und die Moderne bis maximal zur Traufhöhe der alten Bürgerhäuser errichtet.
Wir nehmen uns Zeit. Starten zwar mit den Rädern, aber nach kurzer Strecke stellen wir sie ab. Im inneren Kern ist alles fußläufig gut erreichbar und wesentlich besser zu erkunden.
Dem Angebot einer Bootstour durch Gent können wir aber nicht widerstehen. 40 Minuten durch die kleinen Kanäle unter niedrigen Brücken hindurch. Wunderschön und bei traumhaften Wetter.
Auf dem anschließenden Spaziergang durch die Stadt werden wir vor der Sint-Baafskathedraal von zwei Holländerinnen zum einem, in einer dreiviertel Stunde beginnenden Chorkonzert, eingeladen. Der Einladung kommen wir gerne nach. Nochmal „vor die Tür“ eine rauchen und dann ins einstündige Konzert. Die große Kirche ist nur zu einem Viertel gefüllt. Der riesige Chor ist mit hohem Engagement dabei, die Sopranistin ziemlich gut. Die Stunde vergeht im Fluge.
Heute Abend könnten wir noch ein Jazzkonzert besuchen. Es ist uns jedoch zu viel. Schon gestern haben wir darüber gesprochen, dass wir noch mehr „entschleunigen“ müssen – um die vielen neuen Eindrücke nachhaltiger verarbeiten zu können.