Huy
Do.,/Fr., 8./9.7.2021, Huy befindet sich ca. 30 km südwestlich von Liège und gehört mit seinen gut 20.000 Einwohnern ebenfalls der Euregio Maas-Rhein an. Während der Besetzung Belgiens im Zweiten Weltkrieg diente die Zitadelle von Huy den deutschen Besatzern als Internierungslager. Von Juni 1941 bis September 1944 wurden rund 6.000 Belgier, 1.240 Franzosen und mehrere ausländische Zivilisten in der Zitadelle gefangen gehalten, verhört und von hier aus in nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert.
Der seit 1976 unter Denkmalschutz stehende Zitadellenkomplex beherbergt das „Museum des Widerstands und der Konzentrationslager“.
Der Ortsteil Tihange ist Standort des Kernkraftwerks Tihange. Zusammen mit dem Atomkraftwerk Doel in Flandern werden mit den insgesamt sieben Reaktoren 58 Prozent der elektrischen Energie Belgiens generiert. Ein Ausstieg aus der Kernenergie ist bis zum Jahr 2025 vorgesehen. Allerdings wird der einstige Beschluss immer noch kontrovers diskutiert, mangels der Produktionsmöglichkeiten aus erneuerbaren Energien (derzeit nur ungefähr 10%) und damit nicht zuletzt wegen der Sorge vor einem Stromengpass in Belgien oder gar einem Blackout.
Der kleine Ort, dessen altes Zentrum sich an der rechten Meuseseite befindet, hat durchaus einige pittoreske Gassen rund um den Markt. Unser Interesse gilt zunächst der Zitadelle.












































































































































































































