Commercy – Troussey – Toul
Fr., 20.08.2021, der letzte Fahrtag auf der kanalisierten Meuse. Sollen wir nun lachen oder weinen? Einerseits waren einige Abschnitte fahrtechnisch durchaus anstrengend. An einigen (Fahr-)Tagen haben wir zweimal am Tag den Wasserfilter entleert. Anderseits waren Fluss, Landschaft und besuchte Orte fantastisch. Sicher werden wir erst mit ein wenig Abstand genau wissen, was überwiegt.
Wenn wir heute bei Troussey, wo wir in den Canal de la Marne au Rhin abbiegen, haben wir 272 intensive Kilometer auf dem Canal de la Meuse hinter uns gebracht. Sind durch 59 Schleusen (die insgesamt einen Höhenunterschied von 150 m ausgleichen) und vier Tunnel gefahren. Generell in südlicher Richtung und dem Lauf des Flusses Maas/Meuse folgend.
Bis zum Etappenziel Toul sind es dann noch 18 Kilometer. Unsere Hoffnung auf weniger Algen im Kanal wird nicht erfüllt. Es bleibt grün. An der ersten Schleuse (n° 14) auf dem Canal de la Marne au Rhin, direkt nach dem knapp 900 Meter langen Foug-Tunnel, müssen wir unsere Fernbedienung wieder abgeben. Sie ist ausschließlich für den Canal de la Meuse.
Die letzten 8 Kilometer sind noch 12 Schleusen zu überwinden. Der Schleusenwärter erkundigt sich nach unserem Ziel und schaltet uns die kompletten Schleusen auf „Grüne Welle“. Die extrem dicht aufeinanderfolgenden Schleusen sind bei Eintreffen stets einfahrbereit und von uns nach Einfahrt „per Stange“ zu bedienen. Es stellt sich schnell eine gute Routine ein. Aber das Ganze zieht sich doch ganz schön.
Der Port de Plaisance in Toul ist sehr voll und wir müssen in eine Box, die einen viel zu kurzen Ausleger hat. Beim Anlegen steige ich von Bord, sehe nicht nach unten, und, da ich nicht Jesus bin, versinkt mein linkes Bein bis zur Hüfte im Wasser. Morgen, wenn früh einige Schiffe weiterfahren, suchen wir uns einen besseren Platz.















