Völklingen

Saarlouis – Völklingen

Fr., damit uns die Zeit nicht zu knapp wird (bis wir wieder in Merzig sein müssen), fahren wir mittags bereits weiter nach Völklingen. Ebenfalls ein Katzensprung.

Auf der Saar ist absolut nichts los. Wir fragen uns, ob es hier immer so ruhig und verkehrsarm zugeht oder dies dem Coronajahr geschuldet ist.

Völklingen ist eine Mittelstadt mit ca. 40.000 Einwohnern. Sie ist nach Saarbrücken die zweitgrößte Stadt im Regionalverband Saarbrücken und gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte Stadt des Saarlandes. Die Stadt war und ist stark durch die Montanindustrie geprägt. Absolutes Highlight ist das „Weltkulturerbe Völklinger Hütte“. Ein 1873 gegründetes ehemaliges Eisenwerk, das 1986 stillgelegt wurde. 1994 erhob die UNESCO die Roheisenerzeugung der Völklinger Hütte als Industriedenkmal in den Rang eines Weltkulturerbes der Menschheit. Wir werden sie am Sonntag besichtigen.

Ein Sportbootanleger direkt an der Völklinger Hütte hält genau noch einen Liegeplatz für uns bereit. Obwohl für Touristen angelegt, sind wir die einzigen Ortsfremden, die hier aktuell liegen. Warum das so ist, beantwortet ein Nachbarn mit „fragen sie bloß nicht, alles sehr umstritten hier!“. Also, wir sind zufrieden mit unserem Platz. Steg kostenlos, Wasser und Strom mit Automaten.

Ein kurzer Spaziergang bringt uns unvermittelt zum Biergarten des Café Umwalzer der Hütte. Wir erleben (free open air) ein Konzert einer freitaglichen „Hütten-Jazz“-Veranstaltung. „Tele-Port“, eine Formation aus dem russischen Saxofonisten Zehnya Strigalev und den luxemburgischen Musikern Jérome Klein (Keyboard), Pol Belardi (Bass) und Jeff Herr (Schlagzeug). Ihre Musik bezeichnen sie als „modernen Jazz“. War gut besucht und hat Spaß gemacht. Endlich mal wieder ein Konzert!