Ein Tropentag auf der Mosel

Cochem – Zell

Do., Abfahrt aus Cochem, nachdem wir noch am Außenkai Wasser nachgetankt haben. Kurze Strecke, zwei Schleusen. Beim Start zeigt sich der Himmel noch grau in grau. Es wird jedoch immer wärmer. Am Ende des Tages werden wir bei 30 Grad (unter Deck) ins Bett gehen.

Der Verkehr ist äußerst gering. Die beiden Tagesschleusen (Bruttig-Fankel und St. Aldegund) können fast ohne Wartezeiten angefahren werden. In Zell hat der ortsansässige Motorsportclub geschlossen, gibt uns aber einen Tipp für zwei Sportbootanleger direkt hinter den Fahrgastschiffanlegern. Und tatsächlich, einer der beiden ist noch frei.

Dank früher Ankunft haben wir ausreichend Zeit, Zell zu erkunden. Kein Vergleich zu Cochem. Kleiner und romantischer. Zell (4.100 Einw.) ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 331 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport (413 Hektar) größte Weinbaugemeinde der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling angebaut. Überregional bekannt ist die „Zeller Schwarze Katz“. Ein Markenzeichen, das in Zell in Läden, Schildern und Wänden überstrapaziert gezeigt wird.