Koblenz
Mi., eine Fahrt mit der Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein. Für uns ein kleines Ritual, wenn wir in Koblenz sind. 2010 eröffnet, geniessen wir immer wieder die Fahrt über den Rhein, die imposante Festungsanlage und den traumhaften Blick auf Rhein und Mosel. Coronabedingt ist noch wenig los und fast alle Veranstaltungen auf 2021 vertagt.
Da wir die Festung wirklich gut kennen, nehmen wir uns die Zeit, einfach nur über das Gelände zu bummeln und den Ausblick zu geniessen. Bis wir auf eine interessante Fotoausstellung stoßen. „Max Jacoby – Leben und Werk eines jüdischen Fotografen im Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein“.
In Koblenz, als Sohn der jüdischen Kaufhausbesitzer Meta und Johann Jacoby, geboren, emigrierte er 1937 nach Argentinien. In den 1950er-Jahren war er Mitglied der Fotografengruppe „La Carpeta de los Diez“, die vornehmlich aus Immigranten bestand. Nach anfänglichem Zögern kehrt er 1957 zurück nach Berlin und arbeitete als freier Fotograf für Presse, Film, Plattenfirmen, Buch- und Zeitschriften-Verlage. Die Ausstellung zeigt sein Leben (* 8. Juni 1919 in Koblenz-Ehrenbreitstein; † 15. März 2009 in Berlin) in einer aussergewöhnlicher Tiefe und Präzision, die uns fasziniert.


















