Auxerre – Laroche-Migennes
Di.-Fr., 23.-26.08.2022. Am Dienstagvormittag warten wir in Auxerre auf Boris, der sich zum zweiten Mal mit unserer Antriebswelle beschäftigen soll. Wir nutzen die Wartezeit zum Tanken.
Nach einer Mini-Proberunde wird schnell klar, der Kahn muss raus. Aber nicht mehr in dieser Woche. Für den Kran braucht es Mike. Der ist aber erst nächste Woche vor Ort. Wir wollen das nicht wirklich glauben, dass kein anderer den Kran bedienen kann – mitten in der Hochsaison!
Anyway, Zoe bietet uns noch eine Marina im ca. 5 Fahrstunden entfernten Migennes an. Telefonische Nachfrage bei „Evans Marine“ in Migennes. Alles ok, wir können kommen und werden dann dort heute Nachmittag erwartet. Übrigens, Aquarelle und Evans sind Teil einer auffallend großen „Brits-in-France“-Community. Ich überlege, ob ich das Thema mal in einem „Sonder-Blog-Beitrag“ aufgreifen sollte.
Es ist mittlerweile schon 11.00 Uhr. Wir legen unverzüglich ab, in der Hoffnung noch vor Feierabend die Marina in Laroche-Migennes zu erreichen.
Kurz vor Feierabend treffen wir dort ein. Es reicht nur noch für eine Anmeldung samt Schilderung unseres Anliegens sowie Einweisung für einen Liegeplatz. Die Marina ist ein reiner Servicehafen mit Paketliegeplätzen und einem riesigen Freigelände (voll mit Schiffen). Erinnert uns stark an Andreas‘ Hafen in Potsdam-Golm – nur eine Nummer größer.
Mittwoch ist der Tag der schlechten Nachrichten: Am Vormittag kommt die Kato 2 an den Kran. Das Wellenlager ist böse ausgeschlagen. Die Ursache, ein eingefahrener Metallbügel eines Wassereimers, der sich in Schlingpflanzen versteckt um die Welle gelegt hat.
Fazit: neue Lager müssen bestellt werden. Wir telefonieren mit Ruud von Linssen in Maasbracht. Zusammen mit Simon, dem Chef hier, können die Lager exakt spezifiziert werden. Eine Bestellung geht raus – es soll 1 bis 2 Tage dauern bis sie hier sein können. Unser Boot geht zurück ins Wasser, da der Kran weitere Schiffe auf der Warteliste hat.
Donnerstag und Freitag sind zwei quälend lange Wartetage. Die Ersatzteile sind mittlerweile da und das weitere Vorgehen kann besprochen werden. Am Montag soll die Reparatur beginnen und, wenn alles gut geht, wäre am Dienstag wieder alles ok und eine Weiterfahrt möglich. Die Kosten sind heftig und wir telefonieren mit Kuipers, unserem holländischen Bootsversicherer. Zum Glück müssen wir nur unseren Selbstbehalt zahlen, der Rest ist von der Versicherung gedeckt.
Am Freitagabend haben wir unseren „Paket-Nachbarn“ zum Essen eingeladen. Mit Norbert, einem 50jährigen Franzosen, der hier arbeitet und auf seinem Schiff lebt, verbringen wir einen sehr schönen und interessanten Abend bei uns auf der Kato.




















