Kato 2 … düse, düse im Sauseschritt

Maasbracht – Maastricht – Huy

Fr., 17. bis So., 19.04.2026. Endlich, es geht los. Die Nächte an Bord sind noch unangenehm kalt. 3 bis 6 Grad. Tagsüber, wenn die Sonne scheint, ist es draußen schon erfreulich frühlingshaft.

Und, wo wollen wir dieses Jahr hin? Ein letztes Mal werden wir versuchen, über Saint-Jean-de-Losne in den Süden von Frankreich zu kommen. Eine gute Route wäre dafür die Meuse und der Canal de Meuse bis Toul. Mit einem Abstecher in Nancy dann weiter über den Canal des Vosges und die Petit Saône. Mal sehen, ob es dieses Jahr gelingt.

Freitag. Wir starten. Von Maasbracht geht es bis nach Maastricht. Der Julianakanal ist langweilig wie immer. Aber immerhin ist er offen und wir landen zügig und gut an der Mittelmauer in der Maas – zwischen Wilhelminabrug und Sint Servaasbrug. Für nur eine Übernachtung ideal.

Samstag. Ohne Stopp in Liège bis Huy. Wie in Maastricht verzichten wir auch in Liège auf einen Stadtbummel. Beide Städte sind uns wohlvertraut. Deshalb hat in diesem Jahr das schnelle Vorankommen Vorrang.

Die Schleusen können ohne große Wartezeiten passiert werden. Nur in der Schleuse Ivoz-Ramet haben wir Pech. Am späten Nachmittag ist nur die kleine Kammer offen. Der vor uns einfahrende große Tanker ist bereits in der engen Kammer. Auf UKW wird unsere Anfrage, ob wir noch mit reinkommen können, nicht beantwortet – aber die Ampel bleibt auf grün. Wir fahren ein. Der Platz hinter dem Frachter ist extrem gering und das Tor geht relativ schnell zu. Die Schleusenwand bietet nur noch eine Leiter zum Festmachen. Bevor wir uns richtig platzieren können, korrigiert der Frachter seine Position und sein Wasserwirbel drängt uns mit Bug und einem lauten Knall an die Wand. Der Schreck sitzt uns in den Knochen. Zum Glück fängt unser Anker einen Schaden am Boot ab. Das ist gerade noch mal gutgegangen!

Der Hafen in Huy/Statte hat Platz genug für Besucher. Nach dem Anlegen wird noch einmal nach einem möglichen Schaden am Boot geschaut – alles in Ordnung. Am späteren Abend bekommen wir noch Besuch von der Hafenmeisterin, die erklärt, das in Richtung Namur morgen die nächste Schleuse wegen Reparatur geschlossen bleibt. Ok, dann gibt es halt einen Sonntag-Gammeltag.