Vom Dorf zum Kaiser

Valvins – Fontainebleau (per Rad)

Fr. -So., 08.-10.07.2022. Einen Tag verbringen wir davon in Fontainebleau. Die fünf Kilometer von unserem dörflichen Anleger Valvins zum Schloss sind relativ schnell gefahren. Wir teilen den Tag in zwei Abschnitte auf.

Teil 1 gilt dem Château de Fontainebleau (Ableitung von fontaine belle eau, „Brunnen schönes Wasser“), der „Nummer 2“ der französischen Schlösser (nach Versailles). Die Geschichte von Fontainebleau erzählen zu wollen, wäre ein hoffnungsloses Unterfangen für diesen kleinen Blog. Es ist vor allem berühmt für seine Innenausstattung aus der Zeit der Renaissance, an der zahlreiche italienische Künstler arbeiteten, und wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Und, wir sehen mit einiger Verwunderung, dass es den Franzosen gelungen ist, Napoleon nachträglich einen Glorienschein anzulegen. In den Augen vieler war er ein größenwahnsinniger Feldherr.

Nach dem Standardrundgang durch das Schloss sind wir platt. Leider gibt es nicht die Möglichkeit nach einigen Abteilungen mal für eine Pause aus dem Rundgang auszuscheren (man muss zum Ende durch laufen und am Eingang wieder von vorn starten). Die Hitze trägt ihr Übriges dazu bei.

Einen späten Lunch genießen wir außerhalb des Ehrenhofs in einem nahen Restaurant. Dann wieder ab in den Schlosspark zu einem ausgiebigen „Nachmittagsschläfchen“, im Schatten unter den Bäumen.

Zum 2. Teil des Tages, einem Konzert in der Chapelle de la Trinité (Dreifaltigkeitskapelle), die sich im Hauptgebäude des Schlosses befindet, müssen wir uns sputen.

Wir haben Karten für ein Konzert eines Sommerfestivals „Écoles d’art américaines“, heute: „En hommage à Robert Casadesus et Marcel Proust“. Piano, Piano & Alto, Trio (Violon, Violoncello, Piano) und ein Quintett. Mit Stücken von Manuel de Falla, Casadesus und César Frank. Ein wunderbares Konzert in einem fantastischen Kirchensaal.