Sahara-Hitze in Compiègne

Compiègne

Fr./Sa., 17./18.06.2022. Es ist heiß. Das Thermometer steigt auf über 40 Grad. Eigentlich kein Wetter, um sich in der Stadt umzuschauen. Bei unseren Streifzügen nutzen wir jede Möglichkeit, uns im Schatten zu bewegen.

Compiègne ist mit 41.000 Einwohnern die Unterpräfektur des Arrondissements Compiègne im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Zwei Technische Universitäten spiegeln sich mit vielen jungen Menschen im Stadtbild wider. Die Stadt macht auf uns einen bunten, lebhaften Eindruck in einer angenehmen Atmosphäre.

Das Prunkstück von Compiègne ist das Château de Compiègne, nach Versailles und Fontainebleau die wichtigste Herrscherresidenz Frankreichs. Kaiser Napoléon wohnte hier, später wurde es auch die bevorzugte Residenz von Napoleon III. 1870, nach dem Ende des Kaiserreichs, erfolgte die Umwandlung in ein Museum.

Es beherbergt heute drei Sammlungen: Les appartements historiques mit den Räumen Napoleon III, der Kaiserin Eugénie, Napoleon Franz Bonaparte und weiteren. Les musées du Second Empire über das Zweite Kaiserreich mit Fokus auf dem Leben Eugénies und das 1927 im ehemaligen Küchentrakt eingerichtete Musée national de la voiture et du tourisme mit einer exzellenten Sammlung von Kutschen und frühen Automobilen.

Wir fühlen uns wohl in Compiègne. Speziell die „Crêperie Madame“ hatte es uns angetan. Nicht nur ausgezeichnete Galettes und Crêpes ließen keinen Wunsch offen. Auch die herzliche, erfrischende Art von Madame Laure hat uns begeistert. Dass sie zwei Jahre in Berlin gewohnt (in Kreuzberg) und gearbeitet (im Ganymed) hat und somit sehr gut deutsch spricht, führt zu einem regen Austausch, der sich dann auch über beide Tage zog.