Péronne – Noyon – Compiègne
Mi./Do. 15./16.06.2022. Wir fahren den Südabschnitt des Canal du Nord, zwischen den Tälern der Somme und der Oise. Die Scheitelhaltung des zweiten Höhenzugs wird im Tunnel La Panneterie passiert (Länge 1,10 km). Der Höhenunterschied zum Somme-Tal beträgt 13 Meter und wird von 3 Schleusen überwunden (davon sind 2 im Bestand des Canal de la Somme), jener zur Mündung im Oise-Tal beträgt 22 Meter und benötigt 4 Schleusen.
Unsere Wahl der Streckenabschnitte fällt notgedrungen sehr unterschiedlich aus. Am Mittwoch eine sehr große Strecke bis Noyon. Da mangelnde Anlegemöglichkeiten, machen wir erst Schluss, als wir den „Port de Plaisance“ unterhalb Noyon erreichen. Allerdings sind alle Plätze belegt und wir finden erst ganz am Ende, gegenüber einer Frachterwerkstatt einen Platz. Natürlich ohne jegliche Anschlüsse. Der lange Fahrtag hat uns geschafft.
Am Donnerstagmorgen werden wir lautstark vom Lärm der dicht beiliegenden Werft geweckt und beschließen zügig weiterzufahren. Am Ende einer diesmal sehr kurzen Tagesetappe stoppen wir in Compiègne und biegen in den kleinen Yachthafen ein. Allerdings nur, um festzustellen, dass er proppenvoll ist. Der Hafenmeister bietet uns noch einen Anleger „im Paket“ an, den wir aber als viel zu beengt dankend ablehnen. Also, erst mal wieder raus und zur 800 m entfernten Wassertanke.
Unser Tank ist zwar noch halbvoll, aber wie wir gelesen haben, soll in Frankreich stets vorausschauend geplant werden. Gesagt, getan. Die Rechnung verursacht erneut Schnappatmung – 2,30 €/l ist für Diesel angesagt. Gegenüber an einem langen, leeren Kai lässt es sich eigentlich prima anlegen. Wasser und Strom brauchen wir zur Zeit nicht. Auf Nachfrage beim Tankwart sieht er keinen Grund, dort nicht anzulegen.
Wir liegen mitten in der Stadt. Die Räder können an Bord bleiben, da alles, was man braucht oder sehen möchte, prima fußläufig erreichbar ist.


























