Monthermé und Fumay

Joigny – Monthermé – Fumay

Do., 07.-Sa., 09.08.2025. Nach der überstandenen Aufregung rund um unsere Motorpanne finden wir relativ schnell zurück in den entspannten Modus. Bereits die kurze Fahrt von Joigny nach Monthermé können wir schon wieder richtig genießen.

Das Wetter bleibt heiß. Unsere Ambitionen, uns oben in Monthermé auf der Bergkette noch einmal die tolle Meuseschleife anzuschauen, tendieren gegen null. Laissez faire, dans les Ardennes.

So., 10.08.2025. Monthermé – Fumay. Weiter geht es. Nächste Station wäre eigentlich Revin, aber … das schlechte Klima & Karma der Hinfahrt lässt uns den Hafen ohne weiteres Nachdenken überspringen.

Die Wahl fällt auf Fumay. Das hat den Vorteil, dass wir hier noch nie Halt gemacht haben. Fumay, Cité de l’ardoise (Stadt des Schiefers). Alle Wege in Fumay führen zum Schiefer. An vielen Stellen der Stadt tritt eine Schieferschicht zutage, deren Abbau bereits im 12. Jh. von den Mönchen von Signy-l’Abbaye begonnen wurde. Die mittelalterliche Stadt erlebte im 19. und 20. Jh. dank dieses für das Ardennenmassiv charakteristischen Schieferbodens, der neben der Armorica der älteste Frankreichs ist, eine Blütezeit.

Der Schiefersteinbruch Sainte-Anne war der größte im Becken von Fumay. Mitte des 19. Jahrhunderts produzierte er bis zu 45 Millionen Schieferplatten pro Jahr. Die letzte Schiefergrube wurde 1971 geschlossen. Im vollständig sanierten ehemaligen Karmeliterkloster befinden sich seit 2023 unter dem Titel „ESPACE CULTUREL DES CARMÉLITES“ ein Museum, eine Bibliothek und das Stadtarchiv.

Der kleine Ort, der sich in seiner Bevölkerungsentwicklung seit den 60er Jahren kontinuierlich nahezu halbiert hat (heute nur noch ca. 3300 Einw.), gefällt uns. Alles, was wir benötigen ist schnell erreichbar. Wir fühlen uns wohl und bleiben bis zum folgenden Sonntag.