Liège
Do., 29.05.2025, ein Geburts(feier)tag der eher ruhigen Art. Ausgiebiges Frühstück, ein kleiner Stadtausflug mit dem Rad und abends ins „La Rive Gauche“, das (angeblich) die besten „Boulets à la liégeoise“ in Lüttich zu bieten hat.
Himmelfahrts-, Vater- oder Herrentag-Attitüden sind in der Stadt nicht zu beobachten. Lediglich rund um den Place St-Lambert zieht „Radio HITALIA“ eine kleine Menschenmenge mit Livemusik und italienischen Marktständen an. Auf der Bühne werden Italo-Pop-Songs und 3-Tenöre-Covers präsentiert. Ein bisschen schräg das Ganze, aber es finden sich genügend Fans.
Am Freitag ist für mich noch ein kleiner Shopping-Nachschlag fällig. Diesmal neue Bootsschuhe.
Da wir Liège ja bereits ausgiebig aus den Jahren 2021/22/23 (s. Blog-Beiträge) kennen, bleibt nicht so wahnsinnig viel Neues zu entdecken. Also nehmen mal wir uns die „Grüne Kuppel“ und den daneben stehenden Turm (auf der Anhöhe Cointe im gleichnamigen Stadtbezirk) südwestlich hinter dem Hauptbahnhof zur Erkundung vor.
Es handelt sich um das Mémorial Interallié, eine Gedenkstätte die nach dem Ersten Weltkrieg errichtet wurde, um an die Beteiligung aller Alliierten des Weltkrieges zu erinnern.
Das Denkmal besteht aus der Kirche Église du Sacré-Cœur et Notre-Dame-de-Lourdes als zentrales religiöses Gebäude und dem Turm Phare de Liège als säkulares Denkmal. Die Kirche wurde im Jahr 2010 profaniert und ist seitdem geschlossen. Das komplette Ensemble wurde zum 4. August 2014 (große Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs) aufgefrischt, aber geht seitdem leider in einen sehr vernachlässigten Zustand über.
Im Turm wurde vor einigen Jahren ein Leuchtturm-Mechanismus von den Lichtplanern des Eiffelturms installiert. In Erwartung endgültiger Genehmigungen arbeitet der Lütticher Leuchtturm seit seiner Einweihung punktuell, um beispielsweise historische Daten oder den Feiertagen zum Jahresende zu gedenken.
Zurück im Hafen passiert es dann: Monika wird am schmalen Kai im Vorbeigehen zu unserem Boot von einem Cocker Spaniel aus heiterem Himmel angegriffen und in die Wade gebissen. Sie ist erschrocken, die Hundebesitzer peinlichst berührt. Zum Glück ist die Wunde nicht tief, die Schmerzen halten sich Grenzen, nur bildet sich schnell eine Schwellung.
Am Abend haben wir Karten für das OPRL (Orchestre Philharmonique Royal de Liège). Ein Konzertabend „Du West End à Broadway“, von London nach New York, ein buntes Best-Of beliebter Musicals. Und, was gibt es zum Auftakt? Die Ouvertüre zu „La Belle et la Bête“! Darauf mein Kommentar: „Wie passend – Meine Schöne und das (hundige) Biest“.
Samstag, 01.06.2025. Am nächsten Morgen wird die Wunde begutachtet und von Monika, ohne ärztlichen Befund, als reisefähig erklärt. Alors, wir fahren weiter – nach Namur.

























