Tatsächlich, es kann losgehen

Maasbracht – Maastricht

Maasbracht. Am Montag sind die benötigten Austauschteile fürs Bug- und Heckstrahlruder immer noch nicht da. Sie sollen nun, aber ganz bestimmt, am Mittwoch eintreffen. Ruud, den ich zufällig bei Erwin vor dem Laden treffe, meint, wir sollten einfach das schöne Wetter für einen Bootsausflug ausnutzen. Danach ist uns aber nicht zumute. Innerlich sind wir viel zu unruhig, wie es weitergeht, sollten die Teile weiterhin ausbleiben.

Do., 22.05.2025, Vetus hat nun endlich gestern nachmittag geliefert und Dominic kommt am Vormittag mit einem Kollegen zum Einbau. Mit einem kleinen Hindernis (falsche Stecker an den Kabelsträngen) sind sie nach 1 1/2 h erfolgreich fertig. Uns ist ein sofortiger Aufbruch zu hektisch und wir vertagen ihn auf morgen.

Fr.., 23.05.2025, sage und schreibe 21 Tage nach unserem Eintreffen in Maasbracht können wir „Leinen los“ rufen und nach Maastricht aufbrechen.

Der Julianakanaal, den wir im vergangenen Jahr umständlich umfahren mussten, wurde am 01. Mai 2025 nach 7 monatiger Schließung wiedereröffnet. Die 36 Kilometer lange, künstlich angelegte Wasserstraße zwischen Maastricht und Maasbracht ist eine stark befahrene Schifffahrtsroute zwischen Häfen in den Niederlanden, Belgien und Frankreich und läuft parallel zu einem seit 1822 nicht mehr schiffbaren Teil der Maas, der sogenannten Grenzmaas.

Durch die Umbaumaßnahmen ist es jetzt möglich, dass 190 m lange und 11, 4 m breite Schiffe mit einem Tiefgang von 3,5 m, und damit auch ein Schubverband mit zwei Leichtern, den Kanal befahren können. 

Die Passage verläuft zügig und ohne Probleme. Beim Drama in der Maasbrachter Schleuse sind wir nur Zuschauer. Zum Glück kann die Katastrophe (sehr knapp) verhindert werden. Gegen 16 Uhr fahren wir in unseren Lieblingshafen t’Bassin ein.

Samstag, 24.05.2025. Ein Abstecher zu DeBeente. Es wird noch ein bisschen an Monikas Rad nachjustiert. Dann Wochenendeinkauf bei Albert Heijn. Zurück im Hafen fängt es an zu regnen. Und hört bis zum Abend nicht auf.