Die Drei-Tage-am-Stück-Strecke

Saint-Dizier – Joinville – Froncles – Chaumont

Fr.-So., 23.-25.06.2023. Nach der Pause in Saint-Dizier wollen wir mal wieder ein wenig Strecke machen. Der Kanal ist noch lang. Die jetzt kommenden drei Abschnitte sind wie eine lange Sonntagnachmittagsbootsfahrt in schöner Landschaft. Still, beruhigend, in ländlichem Gebiet ohne nennenswerte Aufreger, weder auf dem Wasser noch am Ufer.

Wenn man morgens allein in die erste Schleuse einfährt, bleibt es auch für den ganzen Tag so. Schiffsverkehr ist quasi nicht vorhanden. Frachter schon garnicht, Sportboote auch in der Begegnung sehr selten. Häufig dann Segler, die den Kanal als Süd-Nord-Verbindung zum Mittelmeer nutzen.

Freitag, Saint-Dizier – Joinville. 9.30 los, 18.00 Uhr Anleger in Joinville. 31 km, 13 Schleusen. Der Tag beginnt mit einer einstündigen Wartezeit an einer defekten Brücke. Insgesamt müssen wir an diesem Tag drei Mal den VNF um Hilfe bitten.

Der Anleger in Joinville ist nett, kostenlos und mit allen Anschlüssen versehen, die wir aber nicht in Anspruch nehmen. Auf den ansonsten üblichen Ortsrundgang verzichten wir. Der lange Fahrtag und die Hitze machen mir zu schaffen. Gut, dass unsere Vorratskammer bestens gefüllt ist.

Samstag, Joinville – Froncles. 9.30 los, 14.00 Uhr Anleger in Froncles. 25 km, 10 Schleusen. Es ist brütend heiß und wir sind heilfroh, dass wir unser Tagespensum verkürzt haben. Die „Krautpassagen“ nehmen schon wieder zu. Häufig muss im Rückwärtsgang das Kraut von der Welle. Am frühen Abend gibt es dann doch noch einen kleinen Ortsrundgang, ein bisschen Bewegung tut dann doch recht gut.

Sonntag, Froncles – Chaumont. 9.00 los, 14.30 Uhr Anleger in Chaumont. 27 km, 11 Schleusen. Wieder sind wir allein unterwegs. Und genießen es, die Schleusen in unserem eigenen Tempo und Stil durchfahren zu können. Keine besonderen Vorkommnisse.

Die Hitze bleibt, das Kraut stellenweise auch. Erstaunlich dabei, dass unser Wasserfilter nach jedem Fahrtag zwar aussieht wie ein überfüllter Blumentopf – aber das Kühlwasser immer noch stabil fließen lässt. Der Anleger in Chaumont (mit Caravanstellplätzen) ist ok, die Liegegebühren mit rund 10 € die Nacht sehr moderat.