Ein Kanalabschnitt, der uns viel abverlangt

Châlons-en-Champagne – Goncourt – Saint-Dizier

Do./Fr., 15./16.06.2023. Es geht weiter über den Canal latéral à la Marne bis zum Abzweig auf den Canal entre Champagne et Bourgogne bei Vitry-le-François. Die Strecke bis Vitry zieht sich mal wieder. Die 32 km mit 9 Schleusen lassen sich zwar normal gut bewältigen, jedoch die Sommerhitze und die Eintönigkeit ermüden.

Ein erhoffter Halt in Vitry ist unmöglich. Der Mini-Hafen liegt in einem winzigen Seitenarm, der restlos voll ist und uns zum Rückwärtsfahren zwingt. Die Umgebung ist unterirdisch. Die an der Strecke liegenden Kais sind mit Frachtern belegt. Wir fahren zur nächsten Schleuse, die so versteckt liegt, dass wir sie erst in der zweiten Anfahrt wahrnehmen.

Und tatsächlich, auf einmal sind wir in der Eingangsschleuse des Canal entre Champagne et Bourgogne. Die Prozedur zum Empfang einer neuen Télécommande ist zwar auf einem Hinweisschild beschrieben, wird allerdings mit einer Sprechanlage ausgeführt. Die Übertragungsqualität ist miserabel, natürlich auf Französisch und die „Formularangaben“ elend lang. Egal, nach gefühlten 15 Minuten ist alles erledigt und die Fernbedienung wird vom Automaten freigeben.

Was wird nicht ahnten, wir fahren ins Kraut. Nach drei Schleusen ist Schluss für den Fahrtag. Wir machen zur Übernachtung auf freier Strecke fest.

Am Freitag wird unsere Willenskraft, wirklich diesen Kanal weiterzufahren, auf eine harte Probe gestellt. Das Kraut ist dicht und nur sehr langsam zu durchfahren. Zigmal müssen wir vor- und zurücksetzen um die Pflanzen von der Welle zu kriegen. Erst die letzten Schleusenabschnitte vor Saint-Dizier wird es besser. Wir hoffen sehr, dass es danach wieder einfacher wird.

Streckenverlauf des Canal entre Champagne et Bourgogne