Reims
Di.-Mo., 06.-12.06.2023. Reims ist mit seinen 220.000 Einw. eine wirkliche Perle in der Champagne im Nordosten Frankreichs, etwa 130 Kilometer von Paris entfernt.
Reims ist der Sitz der Unterpräfektur des Arrondissements Reims im Département Marne in der Région Grand Est. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs und besitzt seit 1971 (wieder) eine Universität. In Reims werden Champagner, aber auch Textilien, Nahrungsmittel sowie Ausrüstungsgegenstände für die Raumfahrt hergestellt. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Zeit vor der römischen Herrschaft zurück.
Zweifelsohne ist der Champagner das Pfund, mit dem in Reims gewuchert wird. Er lagert zum Teil in Kellern und Tunneln, die schon zu Zeiten der Römer in den Kalkfelsen gegraben wurden. Einige der grossen Champagnerhäuser bieten natürlich Besichtigungen und Verkostungen an (De Cazanove, Demoiselle Vranken, Lanson, G.H Martel & Cie, G.H. Mumm, Pommery, Ruinart, Taittinger, Veuve Clicquot Ponsardin). Wir sind noch nicht sicher, ob wir uns so ein Programm gönnen wollen. Erstens weil wir (mit wenigen Ausnahmen) keine Champagnertrinker und zweitens, schon überhaupt nicht, -kenner sind.
Aber auch ohne Champagner gibt es in Reims eine Menge zu entdecken. Die Gegend von Reims ist seit frühester Zeit besiedelt; so finden sich in der Umgebung bronzezeitliche Urnenfelder. Um 80 v. Chr. gründeten die Kelten eine städtische Siedlung (oppidum), die sie Durocorter – „runde Burg“ – nannten. Die Römer latinisierten diesen Namen zunächst zu Durocortorum. Nach der Eroberung durch die Römer im Gallischen Krieg wurde die Stadt in Civitas Remorum umbenannt und war Hauptstadt der römischen Provinz Belgica, benannt nach den Remern, dem hier ansässigen, romtreuen Unterstamm der Belger.


























