Auxerre – Pallaye – Coulanges – Clamecy
Fr.-So., 29.-31.07.2022. Nach der schönen Zeit in Auxerre ist es jetzt geboten, wieder etwas Fahrt aufzunehmen. Die Tourplanung zeigt, dass auf uns Schwierigkeiten zukommen je weiter wir südlich fahren. Einen Wendepunkt, bzw. Start zur Rückfahrt hatten wir eigentlich mit Digoin festgemacht. Aber die Sperrungsmeldungen vom VNF nehmen zu (zu geringe Wassertiefe). Jeden Freitag gibt es im Internet eine aktuelle Situation zum Download. Wir werden sehen.
Aber jetzt erst mal auf den Canal de Nivernais. Der 175 km lange Kanal folgt von Auxerre aus den Tälern der Yonne, der Cure, dann den Tälern des Aron und der Loire und endet bei Decize. Der oft unterbrochene Bau zog sich zwischen 1783 und 1842 hin. Das hauptsächlichste Ziel war zu dieser Zeit der Transport des Holzes aus den großen Wäldern des Morvan nach Paris. Dort wurde es als Brenn- und Backholz in riesigen Mengen benötigt.
110 Schleusen (vorrangig im „Becquey“-Maß, 30 x 5,20 m, 1,60 tief), 2 Tunnel und etliche manuell durch die Schiffsführer zu bedienende Brücken. Mit dem Ende der Berufsschifffahrt vor ca. 40 Jahren übernahmen die „Sportschiffer“ das Revier. Ohne Zweifel eine der schönsten Gegenden Frankreichs abseits der traditionellen Wege.
In 2 1/2 Tagesetappen nach Clamecy. Am Freitag übernachten wir direkt hinter der Schleuse Pallaye, am Samstag hinter der Schleuse Coulanges an einem ziemlich heruntergekommenden Campingplatz. Sonntag laufen wir nach einer Mini-Etappe schon früh in den kleinen Stadthafen von Clamecy ein.
Eine interessante, abwechslungsreiche Strecke. Teilweise hat die Yonne ihre eigene Natur, die kanalisierten Abschnitte („râcles“) bilden den Hauptteil. Es geht an weiten Feldern und sanften Hügeln vorbei. Die Felsen von Saussois laden in den 40 bis 50 m hohen, sehr harten Kalksteinwänden zum ambitionierten Klettern ein. Also nichts für uns.



























