Die Zeit vergeht schnell. Auxerre, Teil 2

Auxerre

So.-Do., 24.-28.07.2022. Das Wetter bleibt heiß. Und in dem Wissen, dass es erst am Freitagfrüh heim- bzw. weitergeht, bleiben wir ruhig in der Planung und Ausführung jeglicher Aktivitäten. Einziger Pflichtakt: Unser Getränkekeller muss wieder aufgefüllt werden (allein der Gedanke daran treibt den Schweiß aus allen Poren). Ausflüge in die Stadt bleiben fakultativ.

Mittwoch zum Tour Saint-Jean und zum Musée-Abbaye Saint-Germain d’Auxerre (Abtei und Museum). Und, überall in der Stadt wird mit einer Giacometti-Ausstellung geworben, die wir unbedingt sehen wollen. Alberto Giacometti (1901-1966), ein Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker, der ab 1922 hauptsächlich in Paris lebte.

Giacometti gehört zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jh. In der Nachkriegszeit entstanden seine bekanntesten Werke: Extrem lange, schlanke Skulpturen (zwischen 1938 und 1944 waren die Figuren maximal sieben Zentimeter gross, sie sollten die Distanz wiedergeben, in der er das Modell gesehen hatte). Also Vorfreude auf die Ausstellung unsererseits. Doch was für eine Enttäuschung. Wir sind in einer „Ein-Exponat-Ausstellung“ gelandet. Die „Femme debout II“ ist die einzige Leihgabe des Centre Pompidou Paris. Ok, dann trösten wir uns noch ein wenig mit einem Gang durch die Abbey Saint-Germain.

Eh wir uns versehen, kommt mit dem Donnerstag unser letzter Tag in Auxerre. Während Monika und ich an der weiteren Tourplanung basteln, dreht Susanne noch eine kleine Shoppingrunde in der Stadt. Und kommt mit einer höchst erfreundlichen Nachricht zurück. Sie hat es tatsächlich geschafft, uns in unserem (telefonisch nicht erreichbaren) Wunsch-Restaurant einen Tisch zu reservieren. So steht einem extrem genussreichen Abschiedsessen nichts mehr im Weg.