In 10 Stunden nach Auxerre

Joigny – Auxerre

Sa., 23.07.2022. Um nicht mit den losfahrenden Charterbooten zusammen in die Schleusen zu müssen, starten wir (für uns) früh, mit 8.00 Uhr Abfahrt. Aber, Pech gehabt. Die erste Schleuse (nur knapp drei Kilometer entfernt) geht erst um 9.30 Uhr in Betrieb. Trotzdem hat es sich gelohnt – wir sind allein unterwegs.

Mit der heutigen Tourplanung legen wir uns ganz schön weit aus dem Fenster. 30 Flusskilometer hören sich erstmal recht wenig an. Aber die Stunde Fehlstart am Morgen, die 11 Schleusen plus eine Stunde Schleusen-Mittagspause (12 bis 13 Uhr) ziehen den Fahrtag unangenehm in die Länge.

Die Strecke ist unaufgeregt, nicht spektakulär jedoch ruhig und schön. Gewerblicher Schiffsverkehr ist so gut wie nicht feststellbar. Sportschiffe nur selten. Mit der dritten Schleuse stellt sich eine träge Routine ein. Am Ende sind es doch zehn Stunden Fahrt geworden.

Die Anleger in Auxerre werden von „Aquarelle France“ betrieben und gelten für beide Ufer der Yonne im Stadtbereich. Wir haben Glück und erwischen (unangemeldet) noch einen von zwei freien am rechten Ufer, an dem sich auch die Capitainerie befindet. 12,70 € Liegegebühr plus 5,40 € Strom und 0,22 €/Tag/Person Touristentaxe.

Aquarelle France ist in Personalunion auch die Linssen-Vertretung für Frankreich. Bei der Anmeldung schildern wir unsere Probleme mit dem „Ladeaussetzer“ der Verbraucherbatterien und dem merkwürdigen Verhalten der Antriebswelle. Es wird uns ein Techniker für Montagfrüh, 9.00 Uhr, zugesagt.

Der lange Tag macht sich am Ende deutlich bemerkbar und treibt uns früh in die Kojen.