Die Nähe zu Paris ist deutlich zu spüren

L’Isle-Adam

Di.-Do., 21.-23.06.2022. L’Isle-Adam, propper, bürgerlich, wohlhabend. Der kleine Ort mit seinen 12.000 Einwohnern ist unsere erste Station in der Region Île-de-France. Übrigens, der Name Île-de-France wird heute meist mit der Lage zwischen den Flüssen Seine, Marne, Oise und Beuvronne erklärt, von denen das Gebiet wie eine Insel umschlossen wird.

Das Wetter zieht wieder an. Mittwoch sind es schon wieder 30 Grad. L’Isle-Adam ist mit seinem Bahnhof Parmain (500 m von unserem Anleger) am anderen Oise-Ufer nur 48 Bahnminuten vom Pariser Gare du Nord entfernt. Das spürt man. Kaum Leerstand, gute Einzelhandelsgeschäfte, zur Oise hin Restaurants ohne Ende (und gut besucht). Kleine Villengegenden, die uns an Dahlem erinnern. Ein sehr gut gepflegtes Strandbad an der Oise hat noch nicht geöffnet. Die Arbeiten im Eingangsaußenbereich sind noch nicht abgeschlossen (und das bei diesem Hitze-Juni).

Das Neubauprojekt „Port de l’Isle-Adam“ wurde in 2017 auf einem leeren Feld begonnen, 2021 war Eröffnung. Der Yachthafen ist durch eine Schleuse mit der Oise verbunden und liegt am Rande eines großen bewaldeten Parks von 5.000 qm. Die Randbebauung hat durchaus hohen Standard, natürlich ist das alles noch ein wenig „klinisch“, die Patina fehlt. Mal sehen, wie das in ein paar Jahren aussieht. Die Belegung der 140 Liegeplätze macht mit geschätzten 30 % einen ganz ordentlichen Eindruck.

Wir genießen unseren kostenlosen Anleger ohne Hafenmeister. Erst mit einem Schweizer Boot zusammen, dann mit einem Holländer. Hinweistafeln oder eine Telefonnummer gibt es nicht. Und um die hier liegenden Boote kümmert sich keiner. Morgen geht es weiter, wir wollen die Gastfreundschaft nicht zu sehr überstrapazieren.