Ghyvelde – Saint-Omer – Douai
Di./Mi., 07./08.06.2022. Zwei Fahrtage um mal wieder „ein Stück weiter“ zu kommen. Am ersten Arbeitstag der Woche erscheint der versprochene Brückenwärter super pünktlich eine Viertelstunde vor Termin. Da dieser Standort der erste Kontrollpunkt in Frankreich ist, werden unsere Daten ausführlich aufgenommen und völlig „Old School“ in einer Mini-Kladde notiert.
Dunkerque (Dünkirchen) umfahren wir am südlichen Rand. Müssen jedoch einmal ca. zwei Meter auf Seeniveau runter und dementsprechend auch wieder rauf. Bei der ersten (Automatik-)Schleuse haben wir Glück, dass gerade VNF Mitarbeiter zu Reparaturarbeiten da sind. Die Lichtschranke ist defekt. So können sie uns vor und in der Schleuse behilflich sein.
Wir gehen auf den Canal de Bourbourg und verlassen den nördlichsten Zipfel Frankreichs in südlicher Richtung. Auf der Verlängerung heißt er erst Canal de Haute-Colme, dann ist es die kanalisierte Aa. Unsere Tagesetappe endet in einem netten, kleinen Hafen in Saint-Omer. Wir sind die einzigen Tagesgäste.
Am Mittwoch gibt es gezwungenermaßen eine Monsteretappe. Eigentlich sollte es nur bis Givenchy gehen. Aber der als Sportbootanleger ausgewiesene Platz ist nur die Schleusenwartestelle. Also weiter. Die Suche gestaltet sich schwierig, da wir ausschließlich Frachterverkehr beobachten. Sportboote haben wir weit und breit nicht gesehen. Kaianleger gibt es daher reichlich, für Sportboote sind sie allerdings höchst ungeeignet. Notgedrungen fahren wir bis 20.00 Uhr weiter und werden kurz vor Douai mit einem sehr ruhigen Hafen belohnt. Am Anleger ist uns ein ortsansässiger Nachbar mit Rat und Tat behilflich. Zwar gibt es keine Versorgung mit Strom und Wasser, dafür ist es kostenlos. Der lange Tag treibt uns schnell in die Kojen.
























