Antwerpen – Lier – Gent
Di./Mi., 17./18.05.2022. Wir wollen weiter nach Gent. Da, wie schon beschrieben, die beiden Schleusen in Antwerpen auf die Schelde nicht befahrbar sind, geht es am Dienstag wieder zurück auf den Albertkanaal. Wir müssen Antwerpen in einem großen Süd-Ost-Bogen umfahren.
Die Aufteilung der zwei Fahrtage wird von den Gezeiten bestimmt. Am Dienstag kommen wir bequem bis Lier auf den Netekanal. Hier wird übernachtet.
Der Mittwoch wird zu einer echten Strapaze. Kurz nach Lier kommt die Gezeitenschleuse Duffel. Ab hier fließt die Nete, die in die Rupel mündet, die wiederum in die Schelde mündet. Nete und Rupel sind Gezeitenflüsse. Also gegen 11.30 Uhr mit fallendem Wasser zur Schelde. Kleine Panne im Mündungsbogen der Nete in die Rupel: wir fahren zu weit backbord und landen auf einer kleinen Sandbank. Zum Glück können wir uns selbst wieder freifahren.
Weil die Weiterfahrt auf der Schelde noch zu früh ist, machen wir bei Rupelmonde eine einstündige Pause (bis 14.00 Uhr). Wir warten auf die einsetzende Flut, die uns Unterstützung bis zur Gezeitenschleuse Merelbeke gibt. In einem Zwischenstopp (Dendermonde) wollen wir entscheiden, ob wir anlegen oder den ganzen Ritt bis Gent machen.
Dendermonde erreichen wir gegen 16.00 Uhr. Die vor uns liegende Strecke beträgt jetzt noch 65 km bis Gent. Die Flutunterstützung hält sich in Grenzen bleibt aber relativ konstant. Mit spritsparenden 1.800 U/m geht es mit 12 bis 13 km/h weiter. Gegen 21.00 Uhr sind wir durch die Schleuse Merelbeke.
Für diesen Tag ist unser Akku leer. In Yachthafen des KGWV am Süd-West-Rand von Gent legen wir an. Eine Weiterfahrt ins Zentrum (Lindelei) machen wir dann am Donnerstag.













