Eine „Sauerkraut“-Strecke nach Dun sur Meuse

Stenay – Dun sur Meuse

Do., 12.08.2021, der Hochsommer ist zurück. Start gegen 10.00 Uhr, gleich an der Ortsausfahrt Stenay die erste Schleuse (n° 31), problemlos.

Unerwünschte Abwechslung kommt ab der Schleuse n° 30 auf. Ein VNF-Servicetechniker ist vor Ort und bereits für einen vorausfahrenden Belgier in Aktion. Er begleitet auch unsere Schleusung manuell.

Bei der Ausfahrt landen wir in einem dichten Pflanzenteppich. Schon in der Schleuse war das verringerte Drehen von Bug- und Heckstrahl zu bemerken. Danach gingen sie überhaupt nicht mehr. Auch die Antriebswelle samt Schraube machte beängstigende Geräusche. Das ist das erste Mal, dass wir uns in so einer Situation befinden. Ich male mir schon aus, ins Wasser tauchen zu müssen, um die Schlingpflanzen aus den Schrauben zu schneiden. Tempo runter, hin und wieder anhalten und ein Stück im Rückwärtsgang. Der „Teppich“ lichtet sich nach circa 3 km und wir können alle Schrauben wieder frei fahren. Glück gehabt.

Nächste Schleuse (n° 29), der Belgier vor uns ist nicht mehr zu sehen. Also wir rein und … das System reagiert wieder nicht. Mittlerweile wissen wir, dass für diesen Streckenabschnitt die VNF-Zentrale Verdun zuständig ist. Der telefonisch gerufene Mitarbeiter (war wohl noch in der Nähe) kommt prompt. Auch er ist freundlich und hilft uns schnell durch. Aber, er bereitet uns auf die nächsten Engpässe vor. Wir sollen in Dun sur Meuse übernachten. Morgen um 9.00 Uhr soll es dann weiter gehen.

Die Sonne brennt vom Himmel. Ein Spaziergang in der Hitze ist uns zu anstrengend. Wir suchen den Schatten auf dem Boot. Am Anleger des kleinen Dorfes Dun sur Meuse liegt schon der Belgier, eine relativ große Pénichette kommt hinzu und macht vor der geschlossenen Schleuse Halt. Ganz zum Schluss noch ein viertes Boot. Na, das gibt morgen früh Gedrängel an der kleinen Schleuse, in die nur zwei Boote passen.