Zum Tanken. Mit Hindernissen.

Charleville-Mézière – Pont à Bar

Sa., 07.08.2021, nächstes Ziel wäre ja eigentlich eine Tagestour nach Sedan. Aber das muss warten, denn wir müssen tanken. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Die Tankstellen hier in Frankreich sollte man sehr vorausschauend einplanen, wenn man nicht Kanister schleppen will.

Wir haben von Siegfried in Revin den Tipp bekommen, auf den Canal des Ardennes abzubiegen. Dort kommt nach zwei Schleusen der kleine Ort Pont à Bar mit einer Charterbasis und einer Servicestation mit Tankstelle am Kanal.

Der Kanal wäre auch für uns eine Fahroption in den Großraum Paris oder die Bourgogne gewesen, aber, er ist wegen einer(!) Schleusenreparatur in der Mitte immer noch gesperrt. Nach dem der Kanal drei Jahre lang aufwändig erneuert wurde, hat das diesjährige Hochwasser einen Deich in diese Schleuse gedrückt!

Also, wir unterbrechen unsere Strecke und wollen auf den Ardennenkanal. Doch die automatische Meuseschleuse ist „tot“. Nichts bewegt sich. Auf Anrufe beim VNF meldet sich heute (Samstag) nur der Anrufbeantworter. Wir können auch nicht weiterfahren, da wir uns am Reservelimit mit unserem Tank befinden. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als notdürftig am Meuseufer anzulegen und nach Pont à Bar zu laufen (1,5 km) und um Hilfe zu bitten.

Ein Mitarbeiter der Charterfirma ruft für uns die richtige VNF-Nummer (in Givet!) an und, tatsächlich nach einer knappen Stunde fährt ein VNF-Wagen vor und ein Mitarbeiter schleust uns manuell durch. Wir beschließen, die Nacht in Pont à Bar zu bleiben und verabreden uns mit dem VNF-Mann für morgen 9.15 Uhr, damit er uns wieder „manuell“ auf die Meuse bringt. Es erstaunt uns immer wieder, wie freundlich und hilfsbereit die Menschen hier sind.

In Pont à Bar bekommen wir den Tank gefüllt und sind glücklich.