Une journée avec Arthur

Charleville-Mézières

Do., 05.08.2021, ein Tag mit Arthur Rimbaud (* 20.10.1854 in Charleville; † 10.11.1891 in Marseille), dem französischen Dichter, Abenteurer und Geschäftsmann. Heute gilt er als einer der einflussreichsten französischen Lyriker.

„Ist es möglich, dass ein gerade einmal Neunzehnjähriger sein dichterisches Lebenswerk abschließt, das den Gang der lyrischen Dinge für immer verändern und ganze Epochen oder Stilrichtungen – wie den Expressionismus und Surrealismus – entscheidend beeinflussen wird? Ist es möglich, dass dieser Neunzehnjährige danach sein Schreiben unwiderruflich für den Rest seines Lebens einstellt? Es ist möglich.“ schreibt Rüdiger Görner 2004 einleitend in einem Aufsatz zum 150sten Geburtstag Rimbauds.

Charleville gibt dem größten Sohn der Stadt mit zwei Museen den Raum, den er absolut verdient. Dem Musée Rimbaud in der alten Mühle an der Meuse und dem Maison Rimbaud schräg gegenüber am Quai. Wir besuchen beide Häuser und versuchen dem Phänomen Rimbaud und seinen posthumen „Hommages“, vorrangig in der Malerei, der Literatur und der Musik, ein wenig auf die Spur zu kommen.

Der Einfluss des insgesamt nur schmalen Werkes sowie auch der mysteriösen Figur Rimbauds auf die Dichter des Symbolismus und des Expressionismus ist beträchtlich, auch die Surrealisten mit ihrer Idee des nur vom Unbewussten gesteuerten Schreibens, der écriture automatique, orientierten sich an ihm.

Rimbaud beeinflusste im Einzelnen z. B. Van Morrison, der 1985 den Song Tore down a la Rimbaud veröffentlichte, Bob Dylan, Fabrizio De André, Klaus Hoffmann, Henry Miller, Patti Smith, Richard Hell (Television), Jim Morrison, Penny Rimbaud (Crass), Wladimir Wyssozki, Klaus Mann, Georg Trakl, die Beat-Poeten u. a. – Die Vielfalt über die lange Zeit bis heute ist überwältigend.