Es geht auf den Rhein

Oberhausen – Krefeld

Die letzten Kilometer auf dem Rhein-Herne-Kanal. Noch zwei Schleusen und dann durch den Duisburger Hafen auf den Rhein.

Wir waren ja sehr skeptisch, auf welche Fließgeschwindigkeit wir treffen würden. Ab jetzt geht es „zu Berg“. Bis Koblenz.

Schon beim Einbiegen auf den stark frequentierten Rhein ist die Strömung heftig. Dementsprechend dauern alle Manöver extrem lange. Die Instrumente liefern erste Ergebnisse: Fahrt durchs Wasser ca. 11 km/h, Nettogeschwindigkeit schwankt zwischen 4,5 und 6 km/h. D. h., an das richtige Einschätzen von Entfernungen müssen wir uns erstmal gewöhnen. Es ist Geduld angesagt (und zum ersten Mal wünschen wir uns doch einen etwas stärkeren Motor).

Ab Kilometer 769, den wir nach kurzer Fahrt erreichen, gilt eine Sonderreglung, wo die Bergfahrt, der Talfahrt den Weg weisen darf. Dies wird mit einer blauen Tafel angezeigt, die jedes Schiff (ausgenommen Kleinfahrzeuge) an der Steuerbordseite hat. Der Bergfahrer versucht an diesen Streckenabschnitten immer auf der Kurveninnenseite zu fahren, da dort weniger Strömung ist. Also, Begegnung steuerbord an steuerbord. Gleichzeitig besteht für den Bergfahrer die Verpflichtung, der Talfahrt ausreichenden Raum zu lassen. So weit, so gut. Erschwerend kommt allerdings die Reglung der Überholung dazu. Da die Frachter alle schneller sind, müssen wir stets abschätzen, ob sie uns steuer- oder backbord überholen wollen. Am ersten Tag – echt anstrengend.

Bei Krefeld haben wir für unseren ersten Rheintag genug. Es geht in einen ruhigen Seitenarm in eine sehr schöne, kleine Marina.