Antwerpen – Dendermonde
Pünktlich um 8.00 Uhr machen wir uns startklar um das Willemdock zu verlassen. 8.30 Uhr Londenbrug, eine halbe Stunde später die Siberiabrug. Nun sind wir wieder auf dem Albertkanaal und müssen nur „um die Ecke“ zur Royerssluis. Aber die Schleuse ist von Frachtern stark frequentiert. Eine Schleusung auf die Schelde (von max. vier Frachtschiffen plus X Sportschiffen) dauert eine knappe Stunde. Sportbootanleger gibt es nicht, und so fahren wir mit vier anderen, wartenden Booten ein bisschen verloren auf dem Albertkanal hin und her und versuchen dabei den Frachtern nicht in die Quere zu kommen.
Die Schelde ist ein Tidefluss, also ein Flussabschnitt, der unter dem Einfluss der Tide wechselnden Wasserstand (Ebbe und Flut) hat. Wegen des geringen Gefälles des Flusses reicht der Gezeiteneinfluss 100 km weiter flussaufwärts. Unser nächstes Ziel, Gent, ist ca. 80 km von Antwerpen entfernt. Bei einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit von 5 – 6 km/h ist es somit angebracht, die ansteigende bzw. rücklaufende Flut unterstützend zu nutzen.
Da wir durch die Verzögerungen in Antwerpen an den Dock-Brücken und der Schleuse erst zu spät auf die Schelde kommen, können wir staunend fünf Kilometer vor Dendermonde beobachten, wie sich die Strömung umkehrt. Jetzt weiter gegen die Strömung zu fahren ist unklug und wir machen aus der Not eine Tugend und bleiben in Dendermonde.














