Maastricht – Maasmechelen
Sonntagvormittag. Nach einem kleinen Schnack mit der Schleusenwärterin, die besorgt wegen der niedrigen Brückendurchfahrt (gestiegener Wasserpegel) nach unserer Durchfahrtshöhe fragt, geht es (wir kommen mit unseren 3,45 m gut durch) weiter. Auf der Zuid-Willemsvaart überschreiten wir kurz nach der Schleuse Bosscherveld die Grenze nach Belgien. Noch ohne die notwendige Vignette – die können wir erst an der ersten belgischen Schleuse kaufen. Unsere heutige Tour ist kurz, 2,5 Stunden bis Maasmechelen. Hier sollte eigentlich unsere Linssen-Ostertour Station machen.
Der Anleger am „Village“ ist bis auf ein anderes Schiff leer. Wir wandern durch den kleinen, breitgestreuten Ort. Maasmechelen, 38.000 Einwohner, in der belgischen Provinz Limburg. Im Ortsteil Eisden existierte ein Steinkohlenbergwerk, welches 1987 die Förderung einstellte. Auf einem Teil des Zechengeländes steht heute das Factory-Outlet-Center Maasmechelen Village. Die Bergbausiedlungen sind gut zu erkennen. Einzelne neue Häuser und Villen brechen den Siedlungscharakter. Von weitem entdecken wir die Sint-Barbarakerk, die Pfarrkirche von Eisden-Tuinwijk – eine sogenannte Bergbau-Kathedrale (gewidmet der Schutzheiligen Sankt Barbara).
Der Aufstieg ist nach unserem langen Spaziergang etwas beschwerlich, aber oben angekommen, werden wir mit einem sagenhaft schönen Rundblick belohnt. Auf dem Rückweg doch noch für eine super Belgische Waffel und einem Spontankauf bei L’Occitane kurz ins Outlet.













