Von Lemmer in die Pampa

Lemmer – Emmeloord – Marknesse – Zwarte Meer – Kamperzeedijk-West

Kurzer WM-Exkurs: Obwohl nicht bei der WM, interessieren sich doch ziemlich viele Holländer für die Spiele. NPO 1, ein öffentlich-rechtlicher Fernsehsender bringt alle Spiele, mit Vor- und Nachberichterstattung in Expertenrunde. Und in vielen Kneipen laufen die Spiele auf dem Großbildschirm. Das hatten wir auf unserer Hollandtour 2006 schon ganz anders. Damals schied Holland im Achtelfinale aus und ab da interessierte sich kein Schwein mehr für den Rest der WM.

Mit der Ausfahrt aus Lemmer verlassen wir Friesland und fahren in die Provinz Flevoland ein. Die zwölfte und jüngste Provinz der Niederlande besteht fast ausschließlich aus Land, das erst im 20. Jahrhundert dem IJsselmeer abgewonnen wurde. Wir müssen einen Mini-Bogen übers Ijsselmeer fahren und werden von einem Kailieger vor Starkwind gewarnt. Geben zu erkennen, dass wir nicht zum Meer wollen sondern gleich zur Schleuse nach Emmeloord abbiegen. Darauf bekommen wir einen Daumen nach oben.

Dass uns der Starkwind auch im Inland zu schaffen macht, spüren wir bald darauf. Beim Warten auf Brücken und Schleusen tanzt unsere Kato im Wartebereich. Einige Brücken bei Emmeloord können wir auch geschlossen passieren (Durchfahrthöhen 2,50 m).

Die Überfahrt übers Swarte Meer und vor allem die schmale Querfahrt an der Südseite wird zur Belastungsprobe. Starkwind von steuerbord. Der Kahn krängt heftig und Monika hängt sich mittschiffs zur Entlastung (wie auf einem Segelboot) auf Luv. Als wenn das nicht schon genug wäre, erwischt uns noch ein Regen- und Hagelschauer. Wir geben völlig durchnässt auf und fahren einen Dreier-Anleger mitten in der Pampa an. Fast vor der Tür eines Bauernhofes.