Lemmer
Wir versuchen, unsere leeren Wasser(plastik)flaschen loszuwerden. Das klappt hier in Holland nur sehr schlecht. Jumbo, Albert Hein, Lidl usw. nehmen nur ihre eigenen Marken zurück. So kehren wir von jedem Neukauf immer wieder mit Leerflaschen zurück, deren Ursprung wir uns nicht gemerkt haben. Plastikcontainer sind ebenfalls Mangelware.
Dann geht’s aufs Rad. Am Lemster Strand vorbei, der wirklich riesig ist, zum Woudagemaal im Dorf Tacozijl. Das größte niederländische Wasserbauprojekt des 20. Jahrhunderts, als dessen Folge unter anderem das IJsselmeer als ein Restmeer übrigblieb und die neue Provinz Flevoland aus dem Meer emporstieg. Es ist das größte und einzige noch arbeitende Dampfpumpwerk der Welt. Die Station kann 6 Millionen m³ Wasser pro Tag abpumpen. Das ist in zwei Tagen der gesamte Inhalt des Snekermeers.
Über ein großes InfoCenter können Rundgänge im Pumpwerk gemacht werden. Aber nur mit einer Begleitperson, die abwartet bis sich kleinere Besuchergruppen angesammelt haben. Heute ist der Besuch eher spärlich und so dauert es eine Weile bis wir los können. Die Führung ist in holländisch. Gut, dass wir uns gestern schon eine App der Führung auf deutsch aufs Handy geladen haben. Ein beeindruckendes Industriedenkmal, das noch zweimal pro Jahr (oder bei Hochwasserkatastrophen) in Betrieb genommen wird.
Auf der Rückfahrt kommt mal wieder die Sonne so richtig raus. Aber 23 Grad Luft- und geschätzte 16 bis 18 Grad Wassertemperatur laden noch nicht wirklich zum Baden ein.
Am Freitag, Samstag und Sonntag sind „Lemster Visserijdagen“. Wir befürchten viele „Attraktionen“, wenig Fischmarkt und viel Gedränge auf kleinem Raum. Also werden wir unseren Liegeplatz morgen Richtung Emmeloord verlassen.





















